Krypto
18 Feb. 2026
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Bitcoin Absturz und US Rezession: So schützen Anleger *
Bitcoin Absturz und US Rezession erhöhen Risiko, deshalb erfahren Anleger, wie sie Portfolios sichern.
Bitcoin Absturz und US Rezession: Was Mike McGlone warnt
McGlone, Makrostratege bei Bloomberg Intelligence, verknüpft den Druck im Kryptomarkt mit Signalen aus den Aktien- und Rohstoffmärkten. Er betont zwei Punkte: Extrem hohe Bewertungen und extrem niedrige Schwankungen. So liegt die Marktkapitalisierung der US-Aktien im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt laut ihm auf dem höchsten Stand seit etwa einem Jahrhundert. Gleichzeitig befindet sich die 180-Tage-Volatilität im S&P 500 und im Nasdaq 100 auf einem Tief der vergangenen rund acht Jahre. Diese Kombination macht die Märkte anfällig für eine „normale“ Rückkehr zur Mitte. McGlone illustriert das mit einem Chart, der Bitcoin (für die Skalierung durch 10 geteilt) dem S&P 500 gegenüberstellt. Beide Linien lagen Mitte Februar unter 7.000 Punkten in seiner Darstellung. Seine Lesart: Bitcoin als „volatiles, beta-abhängiges“ Asset dürfte sich schwer tun, darüber zu bleiben, wenn das Beta im breiten Aktienmarkt nachlässt. Als erste Zielmarke nennt er 5.600 Punkte im S&P 500. Unter seiner Skalierung entspräche das etwa 56.000 Dollar bei Bitcoin – eine normale Rückkehr, bevor es tiefer gehen könnte. Über diese Marke hinaus skizziert McGlone ein Basisszenario, das einen Rücklauf von Bitcoin in Richtung 10.000 Dollar vorsieht – vorausgesetzt, der US-Aktienmarkt markiert seinen Höhepunkt. In seinen Worten „implodiert“ die Krypto-Blase, die „Trump-Euphorie“ habe ihren Zenit gesehen und sorge mit für Ansteckungseffekte. Zugleich „greifen“ Gold und Silber Alpha in einem Tempo wie vor rund 50 Jahren und zeigen anziehende Volatilität, die laut McGlone bis in Aktien „hinauftröpfeln“ könnte. In dieser Lesart ist der Nexus aus Bitcoin Absturz und US Rezession kein Zufall, sondern Ausdruck überdehnter Märkte mit dünnem Risikopuffer.Signale aus Aktien, Krypto und Rohstoffen
– Aktien: Rekordhohes Verhältnis von Börsenwert zu Wirtschaftsleistung, bei gleichzeitig historisch niedriger Schwankung. – Krypto: Breite Schwäche – 85 der Top-100-Coins im Minus –, einzelne Privacy-Coins zweistellig unter Druck. – Rohstoffe: Gold und Silber mit relativer Stärke und steigender Volatilität – potenzieller Vorläufer für Unruhe in Aktien.Gegenposition: Warum ein Kollaps nicht zwingend ist
Dem stellt Jason Fernandes, Mitgründer von AdLunam und Marktanalyst, eine klare Gegenposition gegenüber. Er kritisiert, McGlones These setze stillschweigend voraus, dass Übertreibungen nur über einen Crash abgebaut werden können – und dass Bitcoins Aktien-Beta eine proportionale Abwärtsbewegung garantiere. Beides hält er für eine „falsche Gleichsetzung“ mit „Einbahnstraßen-Denke“. Fernandes nennt alternative Pfade: Märkte können Überhitzung auch über Zeit abbauen, durch Sektorrotation oder durch Kaufkraftverlust (Inflation), ohne dass Preise kollabieren. Ein Makro-Abkühlungsszenario könnte daher auch in eine Seitwärtsphase münden oder einen Reset in eine Zone von 40.000 bis 50.000 Dollar, anstatt in einen systemischen Absturz. Für einen Rückgang in Richtung 10.000 Dollar sieht er harte Bedingungen: Erforderlich wäre ein echter Systemschock – starke Liquiditätsverknappung, deutlich steigende Kreditspreads, erzwungener Schuldenabbau über Fonds hinweg und ein ungeordneter Einbruch an den Aktienmärkten. Das hieße: Rezession plus finanzieller Stress. Ohne einen solchen Kreditschock oder einen politischen Fehler, der globale Liquidität abzieht, bewertet Fernandes dieses Ergebnis als „niedrig wahrscheinliches Tail-Risk“. Aus seiner Sicht sind die Worte Bitcoin Absturz und US Rezession daher eher Ausdruck eines Extremrisikos als eines Basisszenarios.Was Anleger jetzt tun können
Risikobild verstehen
Die Debatte zeigt zwei plausible Pfade: eine normale Rückkehr zur Mitte mit möglichen Tests tieferer Niveaus – oder ein Ausweichen in Zeit und Rotation. Wer Positionen plant, sollte das Spannungsfeld aus Bitcoin Absturz und US Rezession als Szenario denken, nicht als Gewissheit. Die in der Quelle genannten Marker (Bewertung, Volatilität, Markttechnik) helfen bei der Einordnung.Positionsgröße und Liquidität
Hohe Unsicherheit verlangt kleine Schritte. Wer Risiken reduziert, schützt sein Konto vor großen Ausschlägen. Liquidität aufbauen heißt, handlungsfähig bleiben, wenn sich Gelegenheiten bieten. Hebel sollten in Phasen potenzieller Trendbrüche besonders kritisch geprüft werden.Stufenweise vorgehen statt All-in
Ob Zukauf oder Abbau: Staffelungen glätten das Timing-Risiko. In einer Spanne wie 40.000 bis 50.000 Dollar (Fernandes’ Beispiel für einen möglichen Reset) könnten gestaffelte Orders helfen, ohne sich auf einen exakten Tief- oder Hochpunkt festzulegen. Auch auf dem Weg zu 56.000 Dollar – McGlones „normale Rückkehr“ – kann stufenweises Handeln Emotionen dämpfen.Korrelationen im Blick behalten
McGlones Kernpunkt: Bitcoin reagiert empfindlich auf das Beta der Aktienmärkte. Schwäche im S&P 500 könnte Krypto mit nach unten ziehen. Fernandes ergänzt: Erst wenn Kreditmärkte knirschen und Liquidität versiegt, droht der tiefe Fall. Praktisch heißt das: Neben dem Bitcoin-Chart auch Aktienvolatilität und Signale von Spannungen am Kreditmarkt beobachten. So lässt sich einschätzen, ob die Erzählung Bitcoin Absturz und US Rezession an Kraft gewinnt – oder ob die Märkte Zeit kaufen.Zeithorizont und Szenarien planen
– Szenario 1: Normale Rückkehr zur Mitte. McGlone nennt 5.600 Punkte im S&P 500 bzw. ca. 56.000 Dollar in Bitcoin als erste Marke. Maßnahmen: Gewinne einplanen, Stops nachziehen, Cash erhöhen. – Szenario 2: Seitwärts/Rotation. Fernandes sieht die Chance auf Konsolidierung oder eine Spanne von 40.000 bis 50.000 Dollar. Maßnahmen: Geduld, selektive Einstiege, klare Risikogrenzen. – Szenario 3: Systemstress. Ein Mix aus Liquiditätsentzug, weiten Spreads, Zwangsliquidationen und ungeordnetem Aktieneinbruch wäre die Vorstufe für ganz tiefe Kurse. Maßnahmen: Exponierung reduzieren, Liquidität sichern, Notfallplan parat halten.Diversifikation und Absicherung denken
McGlone verweist auf die relative Stärke von Gold und Silber sowie deren steigende Volatilität. Das signalisiert, dass Anleger teils in defensivere Ecken ausweichen. Ohne konkrete Produktempfehlung gilt: Wer Korrelationen versteht und Klumpenrisiken meidet, erhöht die Robustheit. Absicherung ist kein Zeichen von Pessimismus, sondern von Disziplin.Checkliste für die nächsten Wochen
- Marktdaten im Kontext lesen: Breite Schwäche wie „85 von 100 Top-Coins im Minus“ sind Risikohinweise, aber keine Gewissheiten.
- Volatilität messen: Sehr niedrige 180-Tage-Schwankung in Leitindizes kann Kipppunkte verschleiern. Eine Rückkehr zu normalen Schwankungen reicht, um Preise deutlich zu bewegen.
- Leitmarken kennen: McGlones Vergleich (Bitcoin/10 vs. S&P 500) und seine 5.600/56.000-Referenz helfen bei der Orientierung.
- Systemstress-Indikatoren beachten: Ausweitung von Kreditspreads, Zwangsliquidationen, ungeordnete Aktienverluste wären die Bausteine eines Extremabwärts.
- Handlungsplan schriftlich fixieren: Einstiegs-, Ausstiegs- und Stop-Regeln vorab festlegen, um Emotionen zu reduzieren.
- Positionsgrößen klein halten: Unsichere Phasen belohnen Vorsicht mehr als Aggressivität.
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