Insights Krypto Foundry BIP 110 Abstimmung: Wie Miner die Entscheidung prägen
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20 Juli 2026

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Foundry BIP 110 Abstimmung: Wie Miner die Entscheidung prägen *

Foundry BIP 110 Abstimmung lässt Miner per Hashrate über temporäre Datenlimits und Spam entscheiden.

Die Foundry BIP 110 Abstimmung gibt Minern direkten Einfluss auf ein umstrittenes Bitcoin-Update. Foundry lässt Kunden per Hashrate für oder gegen BIP-110 signalisieren. Überschreitet die Zustimmung 51 Prozent, wechselt der Pool sein Signal. Die Entscheidung könnte die Datenregeln auf der Blockchain vorübergehend verschärfen und Spam eindämmen. Foundry Digital, der weltweit führende Betreiber eines Bitcoin-Mining-Pools aus Rochester, New York, öffnet das Signalisieren für BIP-110 für seine Kunden. Miner entscheiden mit ihrer Rechenleistung, ob der Pool „Ja“ oder „Nein“ signalisiert. Damit wird ein technisches Vorschlagsverfahren zur echten Abstimmung, bei der die Beteiligten den Kurs bestimmen. Die Foundry BIP 110 Abstimmung rückt so ins Zentrum einer breiten Debatte: Soll Bitcoin vorübergehend weniger willkürliche Daten zulassen, um den Geldverkehr zu priorisieren? BIP-110 steht für „Bitcoin Improvement Proposal 110“. Ziel ist eine befristete, rückwärtskompatible Regeländerung (Soft Fork), die die Menge an nicht-monetären Daten in Transaktionen begrenzt. Befürworter wollen Bitcoin damit als reines Peer-to-Peer-Geld stärken. Kritiker warnen, die Maßnahme verlagere eine Richtlinienfrage in das Konsensregelwerk und könnte sogar gebührenzahlende Transaktionen ausblenden.

Was hinter BIP-110 steckt

BIP-110 wird auch als „reduced data temporary soft fork“ bezeichnet. Es schränkt den Datenballast in der Kette ein, ohne die Abwärtskompatibilität zu verlieren. Der Vorschlag enthält drei zentrale Regeln:
  • Die meisten neuen Outputs werden auf 34 Bytes begrenzt.
  • Das Limit für OP_RETURN-Outputs wird wieder auf 83 Bytes festgesetzt.
  • Daten-Pushes über 256 Bytes werden abgelehnt.
Die Maßnahmen zielen darauf, nicht-monetäre, willkürliche Nutzdaten zu drosseln. Befürworter argumentieren, das erhöhe die Effizienz des Netzwerks als Zahlungsmedium. Gegner verweisen auf mögliche Nebenwirkungen für legitime, gebührenfinanzierte Transaktionen. Namentlich warnen Strategy-Gründer Michael Saylor und Adam Back, Mitgründer von Blockstream, vor einem Konsenswechsel, der über reine Richtlinien hinausgeht.

Foundry BIP 110 Abstimmung: Ablauf und Gewichtung

Foundry hat einen klaren Prozess festgelegt, der die Hashrate als Stimmgewicht nutzt. Jede Stimme zählt proportional zur durchschnittlichen 10-Tage-Hashrate eines Kontos im Pool – gemessen zwischen dem 6. und 15. Juli. Das Pool-Signal richtet sich nach der Mehrheit dieser hashrate-gewichteten Stimmen innerhalb der gesamten Signalisierungsphase.

Startsignal, Schwelle und Umschalten

– Ausgangspunkt ist „Nein“. – Erst wenn „Ja“-Stimmen mehr als 51 Prozent der wahlberechtigten Hashrate erreichen, schaltet Foundry um und signalisiert fortan „Ja“ in allen Blöcken. – Reagiert ein Konto nicht, gilt dies als „Nein“-Stimme. – Teilnehmer können ihre Wahl ändern, solange das Fenster offen ist. – Einzelne Stimmen bleiben vertraulich; aggregierte Ergebnisse kann Foundry teilen.

Zeitraum und Blockziel

Foundry erwartet, dass die Signalisierung bis Anfang August läuft, mit einem maßgeblichen Fenster um Block 961.632. Diese Schwelle zwingt die Entscheidung, da bis dahin eine klare Richtung erkennbar sein muss, bevor der Aktivierungszeitplan ausläuft.

Kernpunkte des Abstimmungsprozesses

  • Stimmgewicht basiert auf der durchschnittlichen 10-Tage-Hashrate (6.–15. Juli).
  • Mehrheitsprinzip über die gesamte Signalisierungsphase.
  • Initiales „Nein“-Signal, Umschalten ab 51 Prozent „Ja“.
  • Nicht-Antworten zählt als „Nein“.
  • Stimmen sind änderbar; Anonymität einzelner Teilnehmer bleibt gewahrt.

Warum die Entscheidung so wichtig ist

Foundry kontrolliert rund ein Drittel der gesamten Netzwerk-Hashrate. Diese Größenordnung macht die Foundry BIP 110 Abstimmung prägend für das Gesamtbild. Analysten bei BGeometrics sehen in den Entscheidungen von Foundry und Antpool Hebel, die das tägliche Signalisieren in einen bedeutenden Bereich verschieben können. Das verpflichtende Signalfenster nahe Block 961.632, voraussichtlich Anfang August, bringt zusätzliche Dynamik: Bis dahin muss klar sein, ob die Schwelle für eine Aktivierung erreichbar ist. Die Konsequenzen gehen über einen einzelnen Pool hinaus. Ein „Ja“ von Foundry kann die tägliche Quote messbar anheben und damit die Wahrnehmung im gesamten Ökosystem beeinflussen. Ein „Nein“ stabilisiert hingegen die Gegenposition und erhöht die Hürde für eine Aktivierung. In beiden Fällen ist die Stimme jedes Miners Teil einer Kettenreaktion, denn das Signalisieren selbst wird beobachtet, interpretiert und kann die Entscheidungen anderer Akteure beeinflussen.

Pro und Contra im Überblick

Argumente der Befürworter

  • Fokus auf Bitcoin als Peer-to-Peer-Geld: weniger Ablenkung durch nicht-monetäre Daten.
  • Temporäre, rückwärtskompatible Regeländerung mit klaren Byte-Grenzen.
  • Reduktion von Spam-ähnlichen Inhalten auf der Blockchain.

Argumente der Gegner

  • Verschiebung einer Richtliniendebatte in das Konsensregelwerk.
  • Risiko, dass gebührenzahlende Transaktionen ungültig werden könnten.
  • Warnungen von bekannten Akteuren wie Strategy-Gründer Michael Saylor und Adam Back.
Diese Spannungsfelder erklären, warum das Thema so intensiv diskutiert wird. Für die einen ist BIP-110 ein pragmatischer Schritt, um die Zahlungsfunktion zu schützen. Für die anderen ist es eine Grenzüberschreitung, die das Protokoll auf einer Ebene verändert, die politischer als technisch erscheint.

Rolle der Miner: Stimme mit Rechenleistung

Miner signalisieren nicht durch einen Klick, sondern durch Hashrate. Das macht die Foundry BIP 110 Abstimmung zu einem Abbild der tatsächlichen Rechenmacht, die hinter einer Entscheidung steht. Größere Teilnehmer beeinflussen die Richtung stärker, kleinere Stimmen addieren sich. Da Nicht-Antworten als „Nein“ zählt, kann Passivität das Ergebnis verzerren. Deshalb betont Foundry die Wichtigkeit der Teilnahme. Für Transparenz sorgt die Trennung zwischen individuellen und aggregierten Daten: Die persönlichen Entscheidungen bleiben vertraulich, während zusammengefasste Ergebnisse veröffentlicht werden können. Das stärkt das Vertrauen in den Prozess, ohne einzelne Akteure bloßzustellen.

Zeitliche Meilensteine und mögliche Szenarien

Vor dem Signalfenster

– Stimmen sammeln sich und können geändert werden. – Die Mehrheit entscheidet fortlaufend über das aktuelle Signal des Pools.

Nahe Block 961.632

– Verbindliches Signalfenster, voraussichtlich Anfang August. – Die Frage nach „Ja“ oder „Nein“ spitzt sich zu, da der Aktivierungszeitplan drängt.

Wenn die 51-Prozent-Schwelle fällt

– Foundry wechselt vollständig auf „Ja“-Signalisierung. – Der Effekt könnte weitere Pools motivieren, Position zu beziehen oder zu wechseln.

Wenn die Schwelle nicht erreicht wird

– Foundry bleibt bei „Nein“. – Das schwächt die Chancen einer Aktivierung in der vorgesehenen Frist.

Was Miner jetzt konkret beachten sollten

  • Teilnehmen statt schweigen: Nicht-Antworten wird als „Nein“ gezählt.
  • Eigene Hashrate kennen: Das Stimmgewicht beruht auf der durchschnittlichen Leistung vom 6. bis 15. Juli.
  • Entscheidung ggf. anpassen: Stimmen können während des offenen Fensters geändert werden.
  • Mehrheitslogik verstehen: Foundry richtet sein Pool-Signal nach der hashrate-gewichteten Mehrheit aus.
  • Zeithorizont im Blick behalten: Das zentrale Fenster liegt nahe Block 961.632, erwartet Anfang August.
Für Befürworter ist ein frühes, klares „Ja“ hilfreich, um Dynamik zu erzeugen. Gegner setzen hingegen auf ein geschlossenes „Nein“ und auf die Wirkung nicht abgegebener Stimmen. In beiden Fällen trägt jede abgegebene Stimme zu einem transparenteren Bild bei und mindert die Deutungshoheit bloßer Stimmungsbilder. Am Ende geht es um eine Weichenstellung, die das Protokoll nicht radikal umbaut, aber die Nutzbarkeit in eine bestimmte Richtung lenkt. Eine zeitlich begrenzte Drosselung von Daten kann Zahlungen priorisieren. Sie kann aber auch legitime Anwendungsfälle beschneiden, die Gebühren zahlen und bisher möglich sind. In dieser Grauzone entscheidet die Community – hier repräsentiert durch die Miner – wie Bitcoin kurzfristig funktionieren soll. Genau deshalb ist die Foundry BIP 110 Abstimmung mehr als ein technischer Formalakt: Sie ist ein Test, wie viel Steuerung über Datenregeln die Miner derzeit wünschen und wie sie ihr Votum im Spannungsfeld von Effizienz, Offenheit und Stabilität gewichten. Wer Teil des Foundry-Pools ist, hat jetzt die Wahl – und die Verantwortung, sie zu nutzen. Denn Stillhalten zählt als „Nein“. Eine klare Entscheidung, ob dafür oder dagegen, ist die ehrlichste Form der Teilnahme. Damit zeigt die Foundry BIP 110 Abstimmung, wie Miner mit Hashrate Politik machen – und wie diese Politik das Netzwerk in den kommenden Wochen prägen kann.

(Source: https://bitcoinmagazine.com/news/foundry-asks-bitcoin-miners-vote-bip-110)

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FAQ

Q: Was ist die Foundry BIP 110 Abstimmung? A: Die Foundry BIP 110 Abstimmung gibt Foundry-Kunden die Möglichkeit, per Hashrate für oder gegen das BIP-110 zu signalisieren. Das hat direkte Folgen für das Pool‑Signal, weil die hashrate‑gewichtete Mehrheit darüber entscheidet, ob Foundry sein Signal von „Nein“ auf „Ja“ umstellt. Q: Wie stimmen Miner in der Foundry BIP 110 Abstimmung ab? A: Miner signalisieren ihre Wahl durch die Bereitstellung von Hashrate, wodurch die Rechenleistung als Stimmgewicht fungiert. Foundry misst das Stimmgewicht anhand der durchschnittlichen 10‑Tage‑Hashrate eines Kontos im Pool zwischen dem 6. und 15. Juli. Q: Wie wird das Ergebnis in der Foundry BIP 110 Abstimmung ermittelt? A: Die Mehrheit der hashrate‑gewichteten Stimmen über die gesamte Signalisierungsphase bestimmt das Pool‑Signal. Foundry startet mit „Nein“ und wechselt auf „Ja“, sobald „Ja“-Stimmen mehr als 51 Prozent der wahlberechtigten Hashrate erreichen. Q: Welche technischen Regeln würde BIP-110 ändern? A: BIP-110 zielt darauf ab, nicht-monetäre Daten auf der Blockchain zu begrenzen und führt konkrete Byte‑Grenzen ein. Die meisten neuen Outputs würden auf 34 Bytes begrenzt, das OP_RETURN‑Limit auf 83 Bytes wiederhergestellt und Daten‑Pushes über 256 Bytes abgelehnt. Q: Warum ist die Foundry BIP 110 Abstimmung für das Netzwerk so bedeutend? A: Foundry kontrolliert rund ein Drittel der Netzwerk‑Hashrate, wodurch seine Signalisierung erhebliches Gewicht hat. Analysten bei BGeometrics identifizierten Entscheidungen von Foundry und Antpool als in der Lage, das tägliche Signalisieren messbar zu verschieben. Q: Was passiert, wenn ein Konto in der Foundry BIP 110 Abstimmung nicht antwortet oder seine Stimme ändert? A: Konten, die nicht reagieren, gelten als „Nein“-Stimmen, weshalb Passivität das Ergebnis beeinflussen kann. Teilnehmer können ihre Wahl jedoch während des offenen Fensters ändern und Foundry versichert, dass einzelne Stimmen vertraulich bleiben, während aggregierte Ergebnisse geteilt werden können. Q: Welche Argumente werden in der Debatte um die Foundry BIP 110 Abstimmung vorgebracht? A: Befürworter argumentieren, die Foundry BIP 110 Abstimmung helfe, Spam zu drosseln und Bitcoin als Peer‑to‑Peer‑Geld zu stärken. Gegner wie Michael Saylor und Adam Back warnen, der Vorschlag verlagere eine Richtlinienfrage in das Konsens‑Regelwerk und könne gebührenfinanzierte Transaktionen betreffen. Q: Was sollten Miner jetzt beachten, wenn sie an der Foundry BIP 110 Abstimmung teilnehmen wollen? A: Miner sollten aktiv teilnehmen, ihre durchschnittliche Hashrate vom 6. bis 15. Juli kennen und bedenken, dass Nicht‑Antworten als „Nein“ gewertet werden. Außerdem ist das verpflichtende Signalfenster um Block 961.632 im Blick zu behalten, da dort die Entscheidung vor dem Ablauf des Aktivierungszeitplans besonders relevant wird.

* Die auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen stammen ausschließlich aus meinen persönlichen Erfahrungen, Recherchen und technischen Erkenntnissen. Diese Inhalte sind nicht als Anlageberatung oder Empfehlung zu verstehen. Jede Investitionsentscheidung muss auf der Grundlage einer eigenen, unabhängigen Prüfung getroffen werden.

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