Insights Krypto Drift Protokoll Exploit Tornado Cash: Wie $61M verschleiert
post

Krypto

21 Okt. 2026

Read 12 min

Drift Protokoll Exploit Tornado Cash: Wie $61M verschleiert *

Drift Exploit via Tornado Cash offenbart wie Akteure 25.700 ETH in zwei Stunden mischten.

Wallets aus dem April-Hack von Drift haben in kurzer Zeit 25.700 ETH über Tornado Cash geschickt. Beim Drift Protokoll Exploit Tornado Cash landeten die Einzahlungen in 100- und 10-ETH-Pools, um Spuren zu verwischen. Laut Arkham blieben danach noch 81.454 ETH in den verknüpften Adressen – trotz einer ersten Auszahlungswelle im Juli.

Die jüngste Bewegung: 25.700 ETH in zwei Stunden

Am Dienstag flossen 25.700 Ethereum in den Mixer Tornado Cash. Das entsprach rund 61,56 Millionen US-Dollar. Die Wallets, die mit dem Drift-Protokoll-Hack vom 1. April verbunden sind, waren zuvor etwa zwei Monate still. Dann kam die gebündelte Aktivität. Arkham Intelligence zeigt, dass die Einzahlungen als Serien zu je 100 ETH sowie kleinere Pakete zu 10 ETH eingingen. Diese festen Größen entsprechen den Pool-Optionen von Tornado Cash. Nutzer können später von neuen Adressen auszahlen und so die öffentlich sichtbare Verbindung zwischen Sender und Empfänger aufbrechen. Das Muster passt zu dem Ziel, On-Chain-Bezüge zu kappen – ein wiederkehrendes Motiv im Umfeld von DeFi-Hacks. Zur Einordnung der Zahlen:
  • Neu gemischt: 25.700 ETH (ca. 61,56 Mio. USD) in zwei Stunden
  • Vorherige Runde: 23.095 ETH (ca. 44,4 Mio. USD) am 23./24. Juli
  • Verbleibend: 81.454 ETH (ca. 198,58 Mio. USD) in 71 getrackten Adressen
  • Drift Protokoll Exploit Tornado Cash: Hintergründe zum Mega-Hack

    Wie der Angriff gelang

    Der Exploit traf am 1. April die Vaults von Drift auf Solana. Der Angreifer erlangte Admin-Rechte, führte ein Fake-Token ein und lieh damit echte Liquidität aus. Laut Drift summierte sich die Beute auf 295,7 Millionen US-Dollar. Die größte Position war JLP (Jupiter Liquidity Provider Token) mit 159,3 Millionen US-Dollar. Hinzu kamen 71,4 Millionen US-Dollar in USDC. Ein erheblicher Teil wurde anschließend getauscht und auf Ethereum gebridged. Bemerkenswertes Detail: In der Arkham-Portfolioansicht liegt heute noch genau ein Fartcoin in den Beständen des Exploiters – rund 15 Cent wert. Das steht im Kontrast zu den 4,1 Millionen US-Dollar in Fartcoin, die laut Drift im April entwendet wurden. Solche Reste zeigen, wie breit die Beute an Token war – und wie selektiv später getauscht und verschoben wurde.

    Wer hinter dem Angriff steckt

    Drift beschrieb den Angriff als sechsmonatige Operation. Die Gruppe gab sich als quantitative Trading-Firma aus, traf Teammitglieder persönlich und zahlte sogar 1 Million US-Dollar eigenes Kapital ein, um Vertrauen zu schaffen. Die Forensik-Firma Mandiant schrieb den Vorfall im Juni der Gruppe UNC6862 zu, einem nordkoreanischen Threat Actor. Diese Zuordnung liefert einen Kontext zur Professionalität und Geduld der Angreifer – und erklärt, warum auch die Geldflüsse über Tornado Cash so systematisch wirken.

    Was die On-Chain-Daten jetzt zeigen

    Arkham trackt 71 Adressen, die mit dem Angreifer verknüpft sind. Trotz der jüngsten Mixer-Einzahlungen liegen dort noch 81.454 ETH, also knapp 198,58 Millionen US-Dollar zum Zeitpunkt der Erhebung. Zusätzlich hält das Wallet-Set etwa 561.600 US-Dollar in weiteren Coins, darunter USDT, USDC, Solana und USDY. Die Staffelung der Einzahlungen in 100- und 10-ETH-Blöcken deckt sich mit den festen Pools von Tornado Cash. Das erleichtert die spätere Auszahlung über frische Adressen. Der Drift Protokoll Exploit Tornado Cash steht damit sinnbildlich für das Spannungsfeld zwischen öffentlicher Transparenz der Blockchain und dem Wunsch von Tätern, Transaktionspfade zu verschleiern. Solange Mittel in großen Restbeträgen auf bekannten Adressen liegen, bleibt öffentlicher Druck bestehen. Aber jeder Mixin-Schritt erschwert die klare Zuordnung.

    DFX-Token, Velocity und der lange Weg der Rückzahlung

    Drift hat seine Börse inzwischen als Velocity neu gestartet und am 1. Oktober die Claims für den DFX Recovery Token geöffnet. Jeder verifizierte USDT-Verlust erhielt 1:1 einen DFX-Token. Insgesamt wurden rund 299,5 Millionen DFX ausgegeben. Zum Start lagen etwa 3,1 Millionen USDT im Recovery-Pool. Das bedeutete für frühe Einlöser etwa 0,0104 USDT pro DFX – also rund einen Cent pro verlorenem Dollar. Der Pool wird täglich mit 60 bis 90 Prozent des Netto-Protokollumsatzes von Velocity gespeist; der Anteil wächst, wenn der Tagesumsatz steigt. Zudem hat Tether bis zu 127,5 Millionen USDT für Relaunch und Wiederherstellung zugesagt. Auch eingefrorene oder zurückgewonnene Mittel – ob via Bounty, Freezes oder Behörden – fließen in den Pool. Dieses Modell verbindet den Neustart des Protokolls mit einer langsamen, aber potenziell wachsenden Rückzahlungskapazität. Es ist eine Wette darauf, dass das neue Produkt Umsatz schafft – und dass parallel ein Teil der geraubten Mittel zurückkommt. Wie viel am Ende bei den Geschädigten landet, hängt von beidem ab.

    Warum jetzt mischen? Das erkennbare Muster

    Die Quelle liefert keinen expliziten Grund für das Timing. Doch die beobachtete Taktik ist klar: feste Deposit-Größen, viele Transaktionen in kurzer Zeit, Nutzung der Tornado-Pools. Das Ziel ist plausibel: die On-Chain-Verbindung zwischen Ursprung und spätere Auszahlung zu kappen. Genau dieses Zusammenspiel – große Bestände, wiederholte Pool-Nutzung, schrittweise Abflüsse – prägt die Chronik Drift Protokoll Exploit Tornado Cash seit Juli. Auffällig bleibt der Restbestand. Trotz zweier Mischrunden seit Juli liegt noch ein hoher ETH-Betrag in den getrackten Adressen. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Schritte. Beobachter werden daher auf ähnliche Serien achten: 100-ETH-Deposits, ergänzt durch 10-ETH-Blöcke, gebündelt über kurze Zeitfenster.

    Was Betroffene und Beobachter mitnehmen

    Transparenz trifft Verschleierung

    Blockchains sind offen. Tools wie Arkham zeigen Bewegungen in Echtzeit. Gleichzeitig bieten Mixer wie Tornado Cash fest definierte Wege, um Transaktionen zu entkoppeln. Beides prallt im Fall Drift frontal aufeinander. Die Öffentlichkeit sieht Beträge, Zeiten und Muster. Doch wer am Ende in welcher Wallet landet, bleibt nach dem Mischen oft unklar.

    Rückzahlung bleibt ein Marathon

    Das DFX-Modell zeigt, dass frühe Auszahlungen niedrig sind. Ein Cent pro Dollar zum Start ist ernüchternd, aber systembedingt: Der Pool wächst erst mit Umsatz und möglichen Rückflüssen. Positiv ist die tägliche Beteiligung von Velocity-Erlösen sowie die Zusage von Tether. Entscheidend ist nun, ob Velocity nachhaltig Erträge generiert. Parallel können rechtliche Schritte, Bounties und Freezes weitere Mittel sichern – alles fließt in den Pool.

    Zahlen, die im Blick bleiben sollten

  • Verbleibendes ETH-Polster in Exploiter-Wallets: 81.454 ETH
  • Gesamtbeute laut Drift: 295,7 Mio. USD (u. a. 159,3 Mio. USD JLP, 71,4 Mio. USD USDC)
  • DFX im Umlauf: ca. 299,5 Mio. Token
  • Startkapital des Recovery-Pools: ca. 3,1 Mio. USDT
  • Tether-Zusage: bis zu 127,5 Mio. USDT
  • Ausblick

    Die jüngsten Einzahlungen in Tornado Cash sind kein einzelner Ausreißer, sondern Teil eines klar erkennbaren Ablaufs. Seit Juli gab es zwei größere Serien, beide im Format der festen Tornado-Pools. Der öffentliche Restbestand in den getrackten Adressen ist weiter hoch. Es ist daher wahrscheinlich, dass wir weitere Bewegungen sehen – wieder in Blöcken und eng getaktet. Für Geschädigte ist vor allem relevant, dass das Recovery-Programm aktiv ist und der Pool speist. Jeder zusätzliche Umsatz von Velocity und jede Rückgewinnung erhöht die Quote. Gleichzeitig zeigen die Daten, wie anspruchsvoll die Verfolgung großer DeFi-Diebstähle bleibt. Die Muster sind sichtbar, die finale Zuordnung oft nicht. Unterm Strich steht: Der Drift Protokoll Exploit Tornado Cash prägt weiterhin die Lage. Die Täter nutzen Pools, um Spuren zu brechen. Die Community beobachtet die Restbestände und Muster. Und das Wiederaufbau-Programm mit DFX und Velocity zielt darauf, Schritt für Schritt Mittel zurückzuführen – so viel und so schnell, wie Umsatz und Ermittlungen es erlauben.

    (Source: https://decrypt.co/381450/wallet-drift-exploit-sends-61-million-ethereum-tornado-cash)

    For more news: Click Here

    FAQ

    Q: Was ist bei den jüngsten Einzahlungen aus dem April-Hack von Drift in Tornado Cash passiert? A: Am Dienstag schickten Wallets, die mit dem 1. April-Hack verbunden sind, 25.700 ETH (ca. 61,56 Mio. USD) in den Mixer Tornado Cash innerhalb von etwa zwei Stunden. Beim Drift Protokoll Exploit Tornado Cash wurden die Einzahlungen in festen 100- und 10-ETH-Pools abgelegt, um On-Chain-Verbindungen zu verschleiern. Q: Warum wurden die Einzahlungen in 100- und 10-ETH-Blöcken vorgenommen? A: Arkham-Daten zeigen, dass die Einzahlungen in Serien zu je 100 ETH sowie kleineren 10-ETH-Paketen erfolgten, weil diese Größen den festen Pools von Tornado Cash entsprechen. Solche Pools erlauben spätere Auszahlungen aus neuen Adressen und brechen so die öffentlich sichtbare Verbindung zwischen Sender und Empfänger. Q: Wie viel ETH wurde insgesamt gemischt und wie viel verbleibt in den getrackten Adressen? A: In der jüngsten Runde wurden 25.700 ETH (rund 61,56 Mio. USD) in Tornado Cash gemischt, und Arkham listet nach der Aktion noch 81.454 ETH (etwa 198,58 Mio. USD) in 71 verknüpften Adressen. Zusätzlich halten diese Adressen rund 561.600 USD in anderen Coins wie USDT, USDC, Solana und USDY. Q: Wer wird für den Drift-Angriff verantwortlich gemacht und wie operierte die Gruppe? A: Drift beschrieb den Angriff als eine sechsmonatige Operation, bei der die Angreifer sich als quantitative Trading-Firma ausgaben, Teammitglieder persönlich trafen und rund 1 Mio. USD Eigenkapital einzahlten, um Vertrauen aufzubauen. Forensiker von Mandiant schrieben den Vorfall im Juni der Gruppe UNC6862 zu. Q: Welche Vermögenswerte und welche Gesamtsumme wurden beim Exploit entwendet? A: Die Aufstellung von Drift beziffert die Gesamtbeute auf 295,7 Mio. USD, angeführt von 159,3 Mio. USD in JLP und 71,4 Mio. USD in USDC. Ein erheblicher Teil dieser Mittel wurde anschließend getauscht und auf Ethereum gebridged, was Teil des Ablaufs beim Drift Protokoll Exploit Tornado Cash war. Q: Wie funktioniert das DFX-Wiederherstellungsprogramm und was bekamen frühe Einlöser? A: Velocity, die neu gestartete Börse von Drift, eröffnete am 1. Oktober Claims für den DFX-Recovery-Token und gab für jeden verifizierten USDT-Verlust einen DFX-Token aus, insgesamt etwa 299,5 Millionen DFX. Zum Start enthielt der Recovery-Pool rund 3,1 Millionen USDT, sodass frühe Einlöser etwa 0,0104 USDT pro Token erhielten (ungefähr einen Cent pro verlorenem Dollar). Der Pool wird täglich mit 60–90 % des Netto-Protokollumsatzes von Velocity gespeist, und Tether hat bis zu 127,5 Millionen USDT zugesagt. Q: Welche Folgen hat die Nutzung von Tornado Cash für die Nachverfolgung gestohlener Mittel? A: Die Blockchain bleibt offen sichtbar, sodass Beträge, Zeiten und Muster erkennbar sind, aber Mixer wie Tornado Cash können die Verbindung zwischen Ursprung und späterer Auszahlung aufbrechen und damit die finale Zuordnung erschweren. Das macht die Aufklärung von DeFi-Diebstählen komplizierter, auch wenn Tools wie Arkham Bewegungen in Echtzeit zeigen. Q: Worauf sollten Beobachter und Geschädigte jetzt besonders achten? A: Weil noch 81.454 ETH in den getrackten Adressen liegen und bereits mehrere Mischrunden stattfanden, ist die Wahrscheinlichkeit weiterer, eng getakteter Serien von 100- und 10-ETH-Einzahlungen erhöht. Der Drift Protokoll Exploit Tornado Cash prägt weiterhin die Situation, und Beobachter sollten sowohl On-Chain-Muster als auch Entwicklungen beim DFX-Rückzahlungsprogramm und mögliche Einfrierungen oder Rückführungen durch Behörden im Blick behalten.

    * Die auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen stammen ausschließlich aus meinen persönlichen Erfahrungen, Recherchen und technischen Erkenntnissen. Diese Inhalte sind nicht als Anlageberatung oder Empfehlung zu verstehen. Jede Investitionsentscheidung muss auf der Grundlage einer eigenen, unabhängigen Prüfung getroffen werden.

    Contents