Krypto
08 Feb. 2026
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Bitcoin Wale und ETF Abflüsse: Wie Anleger jetzt reagieren *
Bitcoin Wale und ETF Abflüsse erhöhen den Druck, Anleger prüfen Liquidität, Positionsgröße und Stopps
Bitcoin Wale und ETF Abflüsse im Fokus
Laut Andrew Moss von Jefferies kippten zuletzt die größten Wallets ins Lager der Verkäufer. „Große BTC‑Halter verkaufen in die Schwäche“, schrieb er. Die Gruppe der Wale sei nach Wochen des Aufbaus seit Anfang Januar wieder zu Nettosellern geworden. Das erklärt, warum sich selbst kurze Erholungen schnell erschöpfen: Wenn Angebot aus großen Beständen kommt, treffen Nachfrageimpulse auf harte Gegenwehr. Genau hier greifen Bitcoin Wale und ETF Abflüsse ineinander. Auf der Fondsseite zeigt sich ein ähnliches Muster. Moss verweist auf Nettoabflüsse bei Spot‑Bitcoin‑ETFs in den Wochen vom 19. und 26. Januar. Es waren die zweit- und dritthöchsten seit Start der Produkte. Am 4. Februar folgte erneut ein starker Abfluss. Das Sentiment bleibt damit labil. Vor allem, weil es laut Jefferies keine Anzeichen gibt, dass kleinere und mittlere Halter den Rückgang zum „Dip‑Kauf“ nutzen. Auch das verstärkt den Effekt, den Bitcoin Wale und ETF Abflüsse bereits auslösen.Preissturz im Kontext: Von 125.000 auf 61.300 US‑Dollar
Der Rückgang auf 61.300 US‑Dollar markiert einen Einschnitt. Henry Allen von der Deutschen Bank ordnete den jüngsten Kurseinbruch als den „schlimmsten Tagesrückgang seit November 2022“ ein. Damals kollabierte die Kryptobörse FTX und löschte Milliarden an Vermögenswerten aus. Solche Vergleiche wirken psychologisch: Viele Marktteilnehmer werden in Phasen hoher Volatilität vorsichtiger. Das dämpft die Risikobereitschaft und kann Verkaufswellen verlängern. Der kurze Anstieg auf 65.900 US‑Dollar zeigt, dass es Gegenbewegungen gibt. Doch sie müssen tragen, um technisch und psychologisch zu wirken. Solange die Nachfrage fragil ist und große Adressen auf der Verkäuferseite stehen, bleiben Rückläufe anfällig.Druck auf börsennotierte Bitcoin‑Vehikel
Auch Aktien, die eng an Bitcoin gekoppelt sind, spüren den Rückgang. Die Anteile von Strategy, Michael Saylors „Bitcoin‑Treasury‑Company“, fielen am Vortag um 17% und liegen 75% unter ihrem Hoch des Vorjahres. Der Durchschnittspreis, zu dem Strategy Bitcoin gekauft hat, beträgt 76.000 US‑Dollar. Damit notiert Bitcoin derzeit klar darunter. Laut Bericht liegt die Marktkapitalisierung von Strategy sogar „Milliarden“ unter dem Wert der gehaltenen Bitcoin. Auf dem Q4‑Earnings‑Call betonte das Unternehmen zwei Punkte: – Es könne alle Wandelanleihen bedienen, selbst wenn Bitcoin um 90% fallen sollte. – Es verfüge über genügend Liquidität, um die Dividenden für zweieinhalb Jahre zu zahlen. Für Anleger sind das wichtige Signale zur Solvenz und Ausschüttungsfähigkeit. Sie ändern jedoch nichts am Hebel auf den Bitcoin‑Kurs. Fällt Bitcoin, trifft es die Equity‑Vehikel oft noch stärker. Das erklärt, warum die Aktie so stark nachgab, während der Coin „nur“ um 50% vom Hoch gefallen ist.Stimmungslage: Von Krypto‑Winter bis „Peak Fear“
Die Tonlage im Research ist deutlich. Jefferies sieht „wenige bullische Indikatoren“, die auf eine Bodenbildung hindeuten. Es fehlen Käufer kleiner und mittlerer Größe, die typischerweise frühe Erholungen tragen. UBS‑Chefökonom Paul Donovan formulierte es knapp: „Krypto ist kein Asset und wird von einem sehr kleinen Teil der Gesellschaft gehalten. Es ist unwahrscheinlich, dass sich das Konsumverhalten durch die jüngsten Marktbewegungen ändert.“ Das ist eine fundamentale Skepsis, die primär die Rolle von Krypto im breiten Finanzsystem adressiert. Chevy Cassar vom Krypto‑Newsletter Milk Road brachte die Gemütslage auf den Punkt: „Ich gebe es zu: Das ist Mist.“ Historische Muster deuten laut ihm darauf, dass der Markt in den nächsten ein bis elf Monaten einen Boden finden könnte. Eine breite Spanne, die aber die Unsicherheit der Lage widerspiegelt. Fabian Dori, CIO der Sygnum Bank, sieht den „Markt nahe Erschöpfung, auf Höhepunkt‑Angst‑Niveau“. Das passt zur Beobachtung, dass Bitcoin Wale und ETF Abflüsse die Nerven der Anleger testen.Was die Daten für das Risikobild bedeuten
Wenn große Adressen verkaufen, geschieht das selten isoliert. Die Liquidität zieht sich zurück. Spreads weiten sich, und negative Nachrichten haben mehr Durchschlagskraft. Dazu kommen ETF‑Abflüsse, die den Markt mechanisch mit zusätzlichem Angebot versorgen. Beides verstärkt die Schwankungen. Ohne frische Nachfrage von Retail‑Seite oder von kleineren und mittleren Wallets gerät jede Erholung unter Druck. Die Parallele zu November 2022 wirkt als psychologischer Deckel. Der Vergleich mit der FTX‑Phase lässt viele zögern. Doch es gibt auch Unterschiede: Heute laufen Spot‑ETFs, die sichtbare Zu- und Abflüsse liefern. Diese Transparenz hilft, Strömungen früh zu erkennen. Gleichzeitig können starke Abflüsse den Abwärtsimpuls bündeln. Für Anleger ist das ein zweischneidiges Schwert.Marktumfeld am Morgen
Vor Börsenstart in New York zeigten wichtige Indizes leichte Erholungstendenzen. Die S&P‑500‑Futures lagen 0,54% im Plus, nachdem der letzte Handelstag 1,23% im Minus endete. In Europa stand der STOXX Europe 600 0,29% höher, der FTSE 100 legte 0,21% zu. In Asien zeigten sich gemischte Vorzeichen: Der Nikkei 225 gewann 0,81%, der CSI 300 verlor 0,57%, der KOSPI fiel um 1,44%. Indiens Nifty 50 stieg um 0,2%. Bitcoin stand bei 65.900 US‑Dollar. Diese Momentaufnahme zeigt: Traditionelle Märkte stabilisieren sich, während Krypto seinen eigenen, newsgetriebenen Pfad geht.Was Anleger jetzt prüfen
Zeithorizont und Schwankung aushalten
Wer investiert ist, sollte den eigenen Zeithorizont klären. Kurzfristige Trader brauchen klare Risikomarken. Langfristige Halter achten auf Liquiditätsbedarf und die psychologische Tragfähigkeit hoher Drawdowns.Liquiditäts- und Abflussdaten beobachten
– ETF‑Flows: Hohe Nettoabflüsse sind Warnzeichen. Sie erhöhen das Angebot am Markt. – On‑Chain‑Signale: Nettoverkäufe großer Wallets drücken auf die Stimmung. Sie zeigen, ob Bitcoin Wale und ETF Abflüsse weiter Druck machen.Positionsgröße und Puffer
– Positionsgrößen anpassen, damit Drawdowns tragbar bleiben. – Cash‑Puffer halten, wenn man Dips aktiv nutzen will. Ohne Puffer entstehen Zwangsentscheidungen.Diversifikation der Vehikel
– Aktien mit Bitcoin‑Hebel wie Strategy können stärker schwanken als der Coin. Das sollte in der Risikobewertung sichtbar sein. – Unterschiedliche Vehikel haben unterschiedliche Liquidität und Kosten. Das beeinflusst Ein- und Ausstiegsfenster.Erwartungsmanagement
– Analysten sehen derzeit „wenige bullische Indikatoren“. Das kann sich ändern, doch aktuell dominiert Risikoaversion. – Aussagen wie die von UBS reflektieren Skepsis im Mainstream. Solche Narrative wirken auf Kapitalflüsse. Am Ende zählt Kohärenz: Ein Plan, der zur eigenen Risikotoleranz passt, klare Regeln für Einstiege und Ausstiege, und ein realistischer Blick auf Volatilität. Die Datenlage zeigt, dass große Verkäufer aktiv sind und ETFs Geld verlieren. Solange sich diese Ströme nicht drehen, bleibt das Umfeld wacklig. Wer agiert, sollte deshalb diszipliniert vorgehen, die Liquiditätslage genau beobachten und auf Signale achten, dass die Nachfrage zurückkehrt. Bis dahin bestimmen Bitcoin Wale und ETF Abflüsse die Schlagzahl – und damit das Risiko-Rendite‑Profil dieser Marktphase.(Source: https://fortune.com/2026/02/06/bitcoin-price-whales-etf-baling-out-ubs-crypto-is-not-an-asset/)
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