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22 Feb. 2026

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MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien erklärt *

MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien warnt Anleger vor teuren Dividenden und Kreditrisiko.

MicroStrategy setzte erst auf steigende Aktienkurse, dann auf teure Finanztricks: Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien soll den Bitcoin-Bestand je Aktie stabil halten, erhöht aber Risiken und Kosten. Der Plan funktioniert nur, wenn die Aktie wieder stark steigt. Sonst frisst die Finanzierung den Vorteil auf. Ein Blick auf die Mechanik hinter Michael Saylors großem Wagnis zeigt, wie schnell ein scheinbar perfekter Kreislauf kippen kann. Ab Q2 2020 bis zum 12. Februar stieg die Zahl der ausstehenden Class-A-Aktien von 76 auf 314 Millionen – ein Plus von 313%. Vergleichbare US-Konzerne über 10 Milliarden Dollar Market Cap lagen im selben Zeitraum bei deutlich weniger Verwässerung: Wayfair bei 30%, Twilio bei 27%. Saylor verkaufte immer neue Aktien und kaufte Bitcoin, um die Kennzahl BPS (Bitcoin per Share) anzuheben. Solange die MicroStrategy-Aktie schneller stieg als Bitcoin, funktionierte das wie ein Hebel: Dieselbe Menge frisch ausgegebener Aktien finanzierte immer mehr Coins pro Anteil.

MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien: vom BPS-Versprechen zur Risiko-Kehrtwende

Das Accretion-Spiel – solange die Aktie schneller rennt als Bitcoin

– Ende 2023 bis Mitte Juli 2025 kletterte die Aktie mehr als auf das Siebenfache, während Bitcoin nur etwa 2,8-fach zulegte. – Zu Beginn konnte MicroStrategy durch den Verkauf von 1.000 Aktien rund 1,5 Bitcoin kaufen; am Höhepunkt nach dem 4. Juli waren es 3,8 – rund 150% mehr für dieselbe Aktienmenge. – In der Spitze des Sommers 2025 stieg der Bitcoin-Bestand je 1.000 Aktien von 1,5 auf 2,12 (+41%). Dieses „Accretion“-Prinzip erinnerte an klassische Finanztechnik: Eine hoch bewertete Aktie dient als „Währung“, um Transaktionen zu finanzieren, die pro Aktie rechnerisch Werte erhöhen. 2025 avancierte MicroStrategy laut Investorenpräsentation sogar zum größten Emittenten von Stammaktien in den USA und sammelte 16,5 Milliarden Dollar ein, rund 6% des gesamten Marktes.

Wenn der Aufzug stecken bleibt

Dann kam der Bruch. Vom Kurshoch fiel die Aktie um 72%, von 457 auf 130 Dollar. Bitcoin verlor im selben Zeitraum 51%, von 129 auf 68 Dollar (Stand: 17. Februar). Damit drehte sich die Mechanik: Neue Aktienausgaben verwässerten die BPS statt sie zu erhöhen. Der alte Hebel griff nicht mehr, weil die Aktie schneller fiel als Bitcoin.

Die Kehrtwende: Vorzugsaktien statt Stammaktien

Saylor hielt dennoch am Ziel fest, den Bitcoin-Bestand je Aktie zu steigern. Er wich auf ein anderes, riskanteres Werkzeug aus: Vorzugsaktien. 2025 wurde MicroStrategy zum größten Emittenten von Preferreds in den USA und nahm damit weitere 7 Milliarden Dollar auf – etwa ein Drittel des gesamten Vorzugsaktienvolumens an der Wall Street. Diese Mittel halfen, die BPS trotz des Kursrutsches weitgehend zu stabilisieren. Denn im Gegensatz zu neuen Stammaktien erhöhen Vorzugsaktien nicht sofort die Stückzahl der gewöhnlichen Aktien. Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien wurde so zum zentralen Hebel, um das BPS-Ziel zu retten, ohne die Zahl der Stammaktien weiter zu blähen. Das ist rechnerisch clever – aber teuer und riskant.

Die Kosten der Kehrtwende

Hohe Dividenden, hoher Hebel

Bereits vor dem Vorzugsaktien-Schwenk hatte MicroStrategy 8,2 Milliarden Dollar an Schulden. Die neuen Preferreds kosten im Schnitt über 10% und schlagen mit rund 888 Millionen Dollar Dividenden pro Jahr zu Buche. Das ist Junk-Niveau – und ein hoher Fixpreis für Stabilität auf dem Papier. 2028 müssen zudem 6 Milliarden Dollar Schulden refinanziert werden. Der Plan dafür: weitere Aktienemissionen, also „equitizen“. Mit der MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien hält Saylor sein BPS-Ziel kurzfristig in der Spur. Aber er verlagert das Risiko nach vorn: Die laufenden Ausschüttungen drücken auf die Liquidität eines Geschäfts, das selbst keinen Cashflow erzeugt. Fällt Bitcoin weiter oder stagniert die Aktie, wird die Finanzierung teurer als der Nutzen.

Warum das BPS-Ziel unter Druck bleibt

– Sinkt der Aktienkurs schneller als Bitcoin, verwässert jede neue Stammaktienausgabe das BPS. – Vorzugsaktien umgehen diese unmittelbare Verwässerung, packen aber teure Dividenden obenauf. – Steht 2028 die Refinanzierung an, droht ein Kreislauf: Um Schulden loszuwerden, werden erneut Aktien ausgegeben – was wiederum das BPS belasten kann, wenn der Kurs nicht deutlich höher steht. Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien vermeidet also nur die direkte BPS-Verdünnung – sie verschiebt den Preis in die Zukunft und bindet ihn an Marktbedingungen, die MicroStrategy nicht steuern kann.

Was Anleger jetzt einpreisen sollten

Die Fallhöhe ist gestiegen

Die Aktie hat über zwei Jahre rund 30% verloren. Der Hebel wirkt jetzt in beide Richtungen: – Wenn die Aktie wieder stärker als Bitcoin steigt, kann MicroStrategy das Accretion-Modell erneut nutzen. – Bleibt die Aktie zurück, erzwingt die Finanzierung eine Wahl zwischen teurer Verschuldung und verwässernden Aktien – beides schlecht für bestehende Anteilseigner. Für Aktionäre bedeutet die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien eine fragile Balance: kurzfristig stabile BPS-Zahlen gegen langfristig hohe Fixkosten und ein Refinanzierungsrisiko. Anders als Tech-Schwergewichte wie Apple oder Microsoft, die Aktien zurückkaufen und die Stückzahl senken, setzt MicroStrategy auf die gegenteilige Richtung – auf Steroiden.

Die Mathematik hinter der Story

– BPS steigt, wenn die Firma pro neu ausgegebener Aktie mehr Bitcoin einkauft, als der pro Aktie rechnerisch „gehörende“ Bestand verwässert. – Das klappt, wenn die Aktie schneller steigt als der Bitcoin – dann „kauft“ dieselbe Aktienmenge mehr BTC. – Fällt die Aktie schneller, kehrt sich der Effekt um: Neue Ausgaben mindern den Anteil jedes Aktionärs am Bitcoin-Bestand. Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien hält diesen Effekt vorübergehend in Schach. Doch sie ersetzt keine operative Ertragskraft. Ohne Cashflows bleibt der Konzern abhängig von Marktfenstern für Kapitalaufnahmen – und von der relativen Performance von Aktie und Bitcoin.

Der Kernkonflikt: Zielmetrik vs. Unternehmensstabilität

Saylor formuliert das Unternehmensziel klar: „Bitcoin per Share“ steigern. Dieses Ziel ist eingängig und messbar. Aber es ist keine Kennzahl für Stabilität. Es blendet aus, zu welchem Preis die Steigerung erfolgt. – Steigt BPS durch teure Finanzierung, erhöht sich das Risiko – selbst wenn die Zahl optisch konstant bleibt. – Werden 2028 tatsächlich Schulden über neue Aktien „equitized“, droht je nach Kursniveau eine erneute BPS-Belastung. – Jede weitere Kapitalmaßnahme hängt vom Vertrauen des Marktes ab, das nach dem 72%-Rutsch deutlich brüchiger ist. Für Anleger zählt daher, ob die Story mehr ist als ein BPS-Chart. Substanz entsteht nur, wenn die Finanzierung nachhaltig tragfähig ist – entweder durch robuste Kurse oder sinkende Kapitalkosten. Beides liegt außerhalb der direkten Kontrolle des Managements.

Was bleibt unterm Strich?

– Die ursprüngliche Strategie funktionierte, solange die Aktie die Leitwährung war, die Bitcoin überholte. – Der Dreh zu Preferreds stabilisiert die Kennzahl, verteuert aber die Bilanz und erhöht die Zinslast. – Der Refinanzierungsberg 2028 und die Abhängigkeit von weiteren Aktienemissionen sind die kritischsten Punkte. Für risikobewusste Anleger heißt das: Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien ist eine Wette auf die Rückkehr des alten Mechanismus – höhere Aktienkurse relativ zu Bitcoin. Ohne diese Rückkehr droht, dass Dividenden auf Vorzugsaktien, bestehende Schulden und künftige Refinanzierungen den BPS-Vorteil wieder auffressen. Wer investiert, wettet damit nicht nur auf Bitcoin, sondern auch auf die Finanzierungsmaschine selbst. Am Ende entscheidet die Marktgeometrie: Nur wenn die Aktie wieder deutlich vor Bitcoin läuft, kann die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien mehr sein als eine teure Atempause.

(Source: https://fortune.com/2026/02/20/michael-saylor-bitcoin-prices-preferred-shares-dilution-strategy/)

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FAQ

Q: Was bedeutet der Begriff „MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien“? A: Der Ausdruck beschreibt MicroStrategys Strategie, Vorzugsaktien einzusetzen, um die direkte Verwässerung der Stammaktionäre zu vermeiden und den Bitcoin-Bestand je Aktie kurzfristig stabil zu halten. Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien verlagert jedoch Kosten und Risiken in Form hoher Dividenden und Refinanzierungsbedarf in die Zukunft. Q: Warum hat MicroStrategy Vorzugsaktien ausgegeben statt weiter Stammaktien zu verkaufen? A: MicroStrategy wich auf Vorzugsaktien aus, weil die Ausgabe neuer Stammaktien nach dem Kursrutsch die Kennzahl Bitcoin per Share verwässert hätte und so das BPS unter Druck geraten wäre. Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien ermöglichte es dem Unternehmen, BPS ohne sofortige Erhöhung der Stammaktienzahl zu stabilisieren, indem es rund 7 Milliarden Dollar in Preferreds aufnahm. Q: Wie beeinflussen Vorzugsaktien das Bitcoin-per-Share-Maß (BPS)? A: Vorzugsaktien erhöhen nicht sofort die Anzahl der Stammaktien, sodass MicroStrategy das BPS kurzfristig stabil halten konnte. Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien bedeutet aber höhere fixe Dividendenzahlungen (durchschnittlich über 10%, rund 888 Mio. Dollar jährlich) und damit steigende finanzielle Belastungen. Q: Welche finanziellen Belastungen und Risiken entstehen durch diese Maßnahme? A: Die Ausgabe von Preferreds bringt hohe Kosten — die Papiere zahlen im Schnitt über 10% und verursachen etwa 888 Mio. Dollar jährliche Dividenden; MicroStrategy hatte zudem bereits rund 8,2 Milliarden Dollar Schulden. Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien verschiebt das Risiko in die Zukunft, da 2028 etwa 6 Milliarden Dollar refinanziert werden müssen und fehlender operativer Cashflow die Belastung verstärkt. Q: Wann funktionierte das Accretion-Modell und warum kippte es? A: Das Accretion-Modell funktionierte, als die MicroStrategy-Aktie deutlich schneller stieg als Bitcoin — etwa von Ende 2023 bis Mitte Juli 2025 stieg die Aktie mehr als siebenfach, während Bitcoin nur rund 2,8-fach zulegte, was das BPS erhöhte. Nach dem Kurseinbruch (Aktie minus 72% vs. Bitcoin minus 51%) kehrte sich die Mechanik um, sodass Stammaktienverkäufe jetzt das BPS verwässern; die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien soll diesen Effekt abmildern. Q: Kann die geplante „Equitizing“-Strategie die Probleme lösen? A: Das sogenannte „Equitizing“ — also Schulden durch Aktien zu ersetzen — hilft nur, wenn die Aktie wieder deutlich vor Bitcoin läuft; sonst würden neue Aktien das BPS erneut verwässern. Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien verschiebt das Problem nur zeitlich, denn ohne starke Kursrallye drohen teure Dividenden, zusätzliche Verwässerung oder anhaltende Refinanzierungsrisiken. Q: Was sollten Anleger im Hinblick auf Liquidität und Refinanzierungsrisiko beachten? A: Anleger sollten beachten, dass MicroStrategy bereits eine hohe Verschuldung (rund 8,2 Milliarden Dollar) hat, die Preferred-Dividenden jährlich rund 888 Mio. Dollar betragen und 6 Milliarden Dollar 2028 refinanziert werden müssen. Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien stabilisiert BPS kurzfristig, erhöht aber die Liquiditätsrisiken eines Unternehmens ohne operativen Cashflow. Q: Wie unterscheidet sich MicroStrategys Vorgehen von Tech-Konzernen wie Apple oder Microsoft? A: Während große Tech-Konzerne wie Apple oder Microsoft ihre Aktienanzahl durch Rückkäufe reduzieren, hat MicroStrategy die Anzahl der ausstehenden Class-A-Aktien von 76 auf 314 Millionen erhöht (plus 313%) und 2025 Stammaktien im Umfang von 16,5 Milliarden Dollar verkauft. Die MicroStrategy Verwässerung durch Vorzugsaktien zeigt einen gegenteiligen Ansatz, der BPS priorisiert, aber Bilanzkosten und Refinanzierungsrisiken erhöht.

* Die auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen stammen ausschließlich aus meinen persönlichen Erfahrungen, Recherchen und technischen Erkenntnissen. Diese Inhalte sind nicht als Anlageberatung oder Empfehlung zu verstehen. Jede Investitionsentscheidung muss auf der Grundlage einer eigenen, unabhängigen Prüfung getroffen werden.

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