Krypto
11 Jan. 2026
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Stabilisierung von Bitcoin ETFs 2026: Was Anleger tun *
Stabilisierung von Bitcoin ETFs 2026 prüfen Anleger aktiv durch Flows, Futures und die 94k USD Marke.
Worum es jetzt geht: Stabilisierung von Bitcoin ETFs 2026
Die Datenlage wirkt zweigeteilt: Einerseits verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs in den vergangenen drei Tagen Abflüsse von über 1,1 Milliarden Dollar (SoSoValue). Andererseits sprechen JPMorgan-Strategen von Anzeichen einer Bodenbildung bei ETF-Flows im Januar. Bitcoin selbst pendelte in den letzten 24 Stunden in einer engen Spanne zwischen 89.343 und 91.360 US-Dollar. Vor diesem Hintergrund rückt die Stabilisierung von Bitcoin ETFs 2026 in den Fokus – nicht als garantiertes Szenario, sondern als mögliches Etappenziel nach einer Phase deutlicher Positionsreduktionen.
Die aktuelle Lage in Zahlen
• Abflüsse: Rund 1,1 Milliarden US-Dollar in drei Tagen aus Bitcoin-ETFs
• Preis-Range: 89.343 bis 91.360 US-Dollar innerhalb von 24 Stunden
• Nächste Marke: 94.000 US-Dollar als Schwelle für einen „meaningful move higher“, so Nic Puckrin (Coin Bureau)
Was JPMorgan sieht
JPMorgan verweist auf „Zeichen der Stabilisierung“ und ein mögliches „Bottoming“ der ETF-Zuflüsse im Januar. Diese Signale zeigen sich laut dem Team um Nikolaos Panigirtzoglou auch in anderen Kryptomarktdaten, etwa in Perpetual-Futures-Indikatoren. Aus Sicht der Bank ist die starke Positionsreduktion durch Retail- und Institutionelle im vierten Quartal 2025 „wahrscheinlich hinter uns“.
Makrofaktoren: Jobs, Zölle, Risikoappetit
Warum die Datenlage drückt
Nic Puckrin nennt konkrete Treiber für den Verkaufsdruck: die jüngsten Nonfarm-Payrolls sowie die Entscheidung des Supreme Court zu Zöllen. Beides beeinflusst die Einschätzung von Wachstum, Inflation und US-Dollar – und damit die Risikobereitschaft am Kryptomarkt. Bitunix spricht von einem „großen Test der Planbarkeit von Politik“: Der Tarifentscheid könne Inflationserwartungen, den Dollar und den globalen Risikoappetit direkt treffen und die Volatilität von Bitcoin und anderen großen Krypto-Assets verstärken.
Der Blick auf 94.000 US-Dollar
Die Marktstimmung wirkt fragil. Puckrin betont die „fehlende Überzeugung“: Der Kurs tat sich nach der frühen Januar-Rallye schwer, weiterzuziehen. Ein Anstieg über 94.000 US-Dollar könnte ein stärkeres, positives Signal senden. Bis dahin bleiben schnelle Richtungswechsel möglich, je nachdem, wie Makrodaten und das Tarifurteil ausfallen. In diesem Umfeld gewinnt die Frage nach einer möglichen Stabilisierung von Bitcoin ETFs 2026 zusätzlich an Gewicht, weil ETF-Flows den Takt am Spotmarkt oft mitbestimmen.
Treiber der Korrektur: De-Risking statt Liquidität
JPMorgan widerspricht dem Liquiditäts-Narrativ
Viele Marktbeobachter führen die jüngste Korrektur auf schlechtere Liquiditätsbedingungen zurück. JPMorgan ist hier „skeptisch“. Die Strategen sehen das Hauptmotiv im De-Risking – ausgelöst durch die Ankündigung vom 10. Oktober, MicroStrategy aus einem MSCI-Index auszuschließen. Später blieb MicroStrategy jedoch im Index. Dieses Hin und Her dürfte dennoch Risikoabbau verstärkt und die Kursreaktion geprägt haben.
Was die On-Chain-Daten sagen
CryptoQuant steuert eine Gegenperspektive zu verbreiteten Lesarten bei: „Wal-Käufe werden falsch interpretiert und LTH-Verkäufe überschätzt.“ Laut dem Bericht vom 9. Januar sind Ausgaben durch Long-Term-Holder in den Überschriften zu hoch angesetzt, weil ein Teil davon auf interne Exchange-Transaktionen zurückgeht. Gleichzeitig kaufen große Adressen (1.000 bis 10.000 BTC) den Dip nicht – ihre Bestände sanken im Jahresvergleich um 220.000 BTC, nachdem sie um März 2024 herum ein Zyklushoch (+409.000 BTC) erreicht hatten. Das erinnert an 2021–2022, als Bestandszuwächse ebenfalls kippten, noch bevor der Bitcoin-Preis seinen Höhepunkt markierte.
Was Anleger jetzt konkret tun können
Richtig beobachten statt hektisch handeln
In einer Phase, in der Stabilisierungssignale auf der einen und anhaltende Abflüsse auf der anderen Seite stehen, hilft ein klarer Plan. Das Ziel ist es, die Stabilisierung von Bitcoin ETFs 2026 nüchtern zu prüfen, statt sie vorwegzunehmen. Dazu gehört, die wichtigsten Marktindikatoren im Blick zu behalten und Schlussfolgerungen erst bei Bestätigung zu ziehen.
- ETF-Flows verfolgen: Dreht die Netto-Tendenz von Abflüssen auf Zuflüsse oder zumindest auf „nahe Null“?
- Perpetual-Futures-Indikatoren prüfen: Stimmen Funding, Open Interest und Basis mit dem Stabilisierungsszenario überein?
- Makro-Trigger einplanen: Nonfarm-Payrolls und das Tarifurteil können Tempo und Richtung kurzfristig stark beeinflussen.
- Kursmarke 94.000 US-Dollar beachten: Ein Ausbruch darüber könnte das Momentum stärken, so Puckrin.
- Wal- und LTH-Daten einordnen: Interne Exchange-Transaktionen können Bruttozahlen verzerren; Netto-Tendenzen zählen.
Daten richtig lesen
Die CryptoQuant-Perspektive mahnt zur Vorsicht bei On-Chain-Interpretationen. Nicht jede große Bewegung spiegelt tatsächliche LTH-Verkäufe wider; interne Umbuchungen können die Statistik aufblähen. Gleichzeitig deutet der Rückgang großer Adressbestände darauf hin, dass „starke Hände“ aktuell nicht aggressiv zukaufen. Für Anleger heißt das: Scheinbar bullische „Wal-Käufe“ kritisch prüfen und die Nettoveränderung im Kontext sehen.
Kurzfristige Szenarien
- Stabilisierung setzt sich fort: ETF-Flows normalisieren sich, Futures-Signale bleiben konstruktiv, Makro bleibt beherrschbar. Der Markt testet die Zone um 94.000 US-Dollar.
- Makro-Schock belastet: Das Tarifurteil oder Arbeitsmarktdaten verschlechtern die Stimmung. Abflüsse halten an, die Spanne 89.343–91.360 US-Dollar bricht nach unten.
- Seitwärtsphase: Flows bleiben uneinheitlich, Futures neutral. Der Kurs pendelt weiter in enger Range, bis ein klarer Katalysator auftaucht.
Positionsmanagement bei Unsicherheit
Wenn das Signalbild gemischt ist, hilft es, Entscheidungen an Datenpunkte zu knüpfen. Wer prozyklisch denkt, definiert ein klares „Wenn–Dann“: Wenn ETF-Flows stabilisieren und die 94.000 US-Dollar per Schlusskurs fallen, ist ein Momentum-Setup plausibler. Wer antizyklisch denkt, achtet auf Schwächephasen, verlangt aber Bestätigung durch nachlassende Abflüsse und unauffällige Futures-Daten, bevor er erhöht.
Wie die Puzzleteile zusammenpassen
JPMorgan sieht eine mögliche Bodenbildung bei ETF-Flows und verweist auf stützende Signale aus den Perpetual-Futures. Puckrin nennt mit 94.000 US-Dollar einen klaren Trigger für eine stärkere Aufwärtsbewegung, warnt aber vor fehlender Überzeugung im Markt. Bitunix lenkt den Blick auf das Tarifurteil und seine Wirkung auf Inflationserwartungen, Dollar und Risikoappetit. CryptoQuant rückt schließlich die Lesart von LTH- und Wal-Daten zurecht und zeigt, dass die großen Adressen nicht „den Dip kaufen“.
Diese Mosaiksteine ergeben ein konsistentes Bild: Eine Stabilisierung ist möglich, aber nicht garantiert. Sie erfordert eine Entschärfung der Makro-Risiken, eine weitere Beruhigung bei den ETF-Flows und ein Ausbleiben größerer Nettoabgaben durch große Adressen. Solange diese Punkte nicht erfüllt sind, bleibt das Umfeld anfällig für Rückschläge – auch wenn die jüngsten Zeichen konstruktiver werden.
Praktischer Fahrplan für die nächsten Wochen
- Täglich: ETF-Nettoflüsse checken (z. B. SoSoValue) und mit Preisentwicklung abgleichen.
- Wöchentlich: Perpetual-Futures (Funding, Basis) und Open Interest auf Divergenzen prüfen.
- Ereignisgetrieben: Reaktionsmuster rund um NFP und das Tarifurteil beobachten; Volatilität einkalkulieren.
- On-Chain: LTH-„Spending“ und Wal-Bilanzen kontextualisieren, interne Transfers berücksichtigen.
- Technik: Auf die 94.000-USD-Zone als mögliche Trendbestätigung achten.
Fazit: Die Stabilisierung von Bitcoin ETFs 2026 ist ein plausibles Szenario, aber sie hängt an klar messbaren Größen. Wer ETF-Flows, Futures-Daten, die 94.000-USD-Marke und die Makroagenda konsequent trackt, erkennt früher, ob der Boden hält – und wann das Risiko-Chance-Verhältnis wieder überzeugender wird.
(Source: https://sherwood.news/crypto/analysts-see-signs-of-stabilization-for-bitcoin-etfs-previous-crypto/)
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