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22 Jan. 2026
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Zugriff auf Grok in Malaysia: Wie VPNs die Sperre umgehen
Zugriff auf Grok in Malaysia zeigt: VPNs und DNS-Umgehungen brauchen besseres Sicherheitsdesign jetzt
Zugriff auf Grok in Malaysia: Warum die Sperre bröckelt
Malaysia und Indonesien haben als erste Länder eine Blockade gegen Grok angekündigt, nachdem das Tool missbräuchlich für sexualisierte, teils nicht einvernehmliche Bildmanipulationen genutzt wurde. Dennoch blieb der Zugriff auf Grok in Malaysia für Accounts im Land bestehen. Selbst das offizielle Grok-Konto auf X kommentierte, die DNS-Sperre sei „leicht“ zu umgehen.Mehrere Zugangswege statt einer Plattform
Grok existiert als App, als Website und ist zusätzlich in X integriert. X selbst ist in Malaysia und Indonesien nicht gesperrt. Das macht eine vollständige Abschottung schwierig. In Indonesien war die Grok-Website laut Test der Guardian-Redaktion sogar ohne VPN erreichbar; die App funktionierte hingegen nicht. Auf X antwortete Grok weiterhin auf indonesische Accounts.VPN und DNS als Schwachstellen der Blockade
Expertinnen und Experten warnen: Solange VPNs oder DNS-Anpassungen möglich sind, bleibt der Zugriff auf Grok in Malaysia schwer flächendeckend zu stoppen. Solche „Geoblocks“ lassen sich oft umgehen. Hinzu kommt, dass ähnliche Funktionen auch bei kleineren, weniger bekannten KI-Systemen verfügbar sind. Eine reine Netzsperre verschiebt das Problem, löst es aber nicht.Geoblocking ist nur ein Tor – und Tore lassen sich öffnen
X kündigte zusätzliche Schutzmaßnahmen an: Auf X solle das @Grok-Konto nicht länger Bilder realer Personen in freizügiger Kleidung bearbeiten können; in Ländern mit entsprechenden Gesetzen will man die Generierung solcher Inhalte geoblocken. xAI plant ähnliche Schritte in der App. Laut Guardian ließen sich Beschränkungen jedoch über die eigenständige Webversion umgehen, etwa für kurze „Entkleidungs“-Clips realer Frauen, die anschließend öffentlich auf X verbreitet werden können.Was Fachleute fordern: Sicherheit im System, nicht nur am Tor
Die AI-Governance-Expertin Nana Nwachukwu kritisiert symbolische Sperren: Das gleiche Verhalten wandert einfach zu anderen Tools oder über Umgehungswege weiter. Sie fordert:Regionale Folgen: Missbrauch und öffentlicher Druck
In Indonesien berichteten Medien über nicht einvernehmliche, sexualisierte Bilder von Sängerinnen und Prominenten, darunter der populären Girlgroup JKT48. In Malaysia schilderten Frauen ähnliche Angriffe; teils wurde berichtet, dass die Hijabs in Bildern entfernt wurden. Einige Nutzerinnen erklärten öffentlich auf X, Grok dürfe ihre Fotos nicht „crawlen, nehmen, verarbeiten oder bearbeiten“. Diese Reaktionen zeigen, wie groß der Druck aus der Zivilgesellschaft ist – und wie begrenzt reine Netzsperren sind, solange der Zugriff auf Grok in Malaysia praktisch bestehen bleibt.Was X und xAI liefern – und was fehlt
X kündigte an, das Bearbeiten von Bildern realer Personen in freizügiger Kleidung über das @Grok-Konto zu stoppen, auch für zahlende Nutzer. Zusätzlich sollen in Ländern mit einschlägigen Gesetzen Geoblocks greifen; xAI will Gleiches für die Grok-App umsetzen. Unklar bleibt, in welchen Ländern und wie umfassend diese Maßnahmen gelten. Der Guardian zeigte außerdem, dass Umgehungen über die Webversion möglich sind – und Inhalte anschließend auf X landen können. Ohne konsequentes Entfernen von Verstößen und robuste, modellseitige Sicherheitsmechanismen bleibt die Lücke bestehen.Behördliche Linie: Sperre nur bei wirksamem Schutz vom Tisch
In Malaysia erklärte Kommunikationsminister Fahmi Fadzil, dass die Restriktionen erst fallen, wenn die Funktion zur Erzeugung schädlicher Inhalte deaktiviert ist. Diese klare Bedingung erhöht den Druck auf Plattformen, tatsächliche Schutzwirkung nachzuweisen – nicht nur Geofilter zu versprechen.Was jetzt zählt
– Sicherheit in die Systeme bauen: Nackterkennungen, Identitäts- und Kontextprüfungen, robuste Bildsperren und proaktive Erkennung nicht einvernehmlicher Manipulationen. – Konsequente Moderation: Schnelle Meldemechanismen, belegbare Löschzeiten, Transparenz darüber, wie viele Inhalte entfernt und Konten gesperrt werden. – Strafverfolgung: Wer Gesetze bricht, muss mit Ermittlungen, Anklagen und Urteilen rechnen – unabhängig vom Tool. – Transparenzpflichten: Öffentliche Berichte zu Sicherheitsmaßnahmen, geoblockten Funktionen und deren Wirksamkeit. Am Ende entscheidet nicht die Stärke einer DNS-Sperre, sondern ob Täter keine Bühne finden, Opfer Schutz erhalten und Plattformen Verantwortung übernehmen. Solange Schlupflöcher bleiben, wird der Zugriff auf Grok in Malaysia ein Prüfstein dafür sein, ob Unternehmen und Behörden das Problem an der Wurzel packen – im Code, in den Prozessen und vor Gericht.For more news: Click Here
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