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09 Juni 2026

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Wie physikalisch zertifizierte Zufallszahlen IT schützen *

Physikalisch zertifizierte Zufallszahlen schützen Schlüssel, Authentifizierung und Lotterien sicher.

Physikalisch zertifizierte Zufallszahlen liefern echte Unvorhersagbarkeit, die nicht auf Annahmen über Hardware beruht. Ein Team der ETH Zurich erzeugte solche Zahlen mit verschränkten Qubits und einem Zweiquellen-Extractor. Das stärkt Kryptografie, Gaming und Sicherheitsprozesse, weil Schlüssel, Tokens und Ziehungen nicht mehr von Algorithmen oder Rauschen abhängig sind. Die ETH Zurich hat ein Experiment vorgestellt, das vielen IT-Teams eine neue Sicherheitsbasis geben kann. Die Forschenden um Renato Renner sprechen von einem „perfekten Würfel“. Zwei Qubits waren über einen etwa 30 Meter langen Tunnel per Mikrowellenphotonen gekoppelt. Aus deren Messungen gewannen sie Zufallsbits, die sie mit einem Zweiquellen-Extractor weiter veredelten. Das Besondere: Die Unvorhersagbarkeit ist durch Physik abgesichert. Sie hängt nicht davon ab, ob man einer Blackbox traut. Die Arbeit erschien in Nature und knüpft an Bell-Tests an, die klassische versteckte Variablen ausschließen. Für Kryptografie, Lotterien und Spiele ist das ein starkes Signal.

Was physikalisch zertifizierte Zufallszahlen so anders macht

Physikalisch zertifizierte Zufallszahlen beruhen auf den Grundgesetzen der Quantenmechanik. Im Kleinen sind Ergebnisse nicht festgelegt. Einzelne Messungen sind nicht prognostizierbar. Genau diese Eigenschaft nutzen die Forschenden: Sie verschränken zwei Qubits, messen sie getrennt und erhalten Ausgaben, die niemand vorhersagen kann – auch nicht die Entwicklerinnen und Entwickler des Systems.

Das Experiment in Zürich in einfachen Worten

– Zwei Qubits wurden über rund 98 Fuß (etwa 30 Meter) mit Mikrowellenphotonen gekoppelt. – Messungen an einem Qubit hängen mit dem anderen zusammen, doch das Ergebnis jedes einzelnen Bits bleibt unbestimmt. – Die Rohdaten enthalten bereits Zufall, aber noch mit Schwächen und potenziellen Korrelationen. – Ein Zweiquellen-Extractor zieht aus zwei schwach zufälligen Strömen einen Ausgabestrom, der nachweisbar stark zufällig ist. – Diese Garantie stützt sich auf die Struktur des Experiments und die Quantenphysik – nicht auf Vertrauen in Bauteile oder Software. Damit unterscheidet sich der Ansatz von klassischen Generatoren. Diese basieren meist auf Algorithmen (Pseudozufall) oder auf schwer messbarem Rauschen. Beides kann angreifbar sein, wenn Annahmen über das Gerät nicht stimmen. Hier hingegen besorgt die Physik selbst das Sicherheitsversprechen.

Warum klassische Generatoren nicht reichen

Kryptosysteme stehen und fallen mit der Qualität ihrer Schlüssel. Pseudozufallszahlen können gut, aber nicht perfekt sein. Wenn ein Gegner den Algorithmus, die Seeds oder die Hardware kennt oder beeinflusst, fällt das Kartenhaus. Auch Rauschquellen lassen sich mit Aufwand modellieren oder stören. Genau dort setzen die Resultate aus Zürich an: Sie liefern einen Ausgabestrom, dessen Unvorhersagbarkeit nicht auf Glauben an Elektronik, sondern auf Theorie und Messung beruht. – Klassische Verfahren: schnell, praktisch, aber abhängig von Annahmen. – Quantenbasierter Ansatz: langsamer und aufwendiger, aber mit starker, physikalischer Zusicherung. – Konsequenz: Für besonders kritische Aufgaben lohnt sich die robustere Quelle, selbst wenn sie teurer oder schwerer zu skalieren ist.

Physikalisch zertifizierte Zufallszahlen in der Praxis

Die sofortige Anwendung liegt in der Kryptografie. Schlüssel, Salts, Nonces und Einmal-Codes profitieren direkt. Banken, Cloud-Anbieter und Hardware Security Modules können die zertifizierten Bits in zentrale Prozesse einspeisen:
  • Schlüsselerzeugung: Master- und Session-Keys erhalten stärkere Entropie.
  • Secure Boot: Startketten lassen sich gegen Vorhersage- oder Replay-Angriffe härten.
  • Authentifizierung: Einmal-PINs und Challenges werden widerstandsfähiger gegen Modellierung.
  • HSM-Feeding: Geräte, die selbst sicher sind, bekommen eine noch verlässlichere Entropiequelle.
  • Gaming und Lotterien: Ziehungen werden überprüfbarer, weil die Quelle prinzipiell nicht vorhersagbar ist.
  • Was sich kurzfristig ändert

    Die Forschenden betonen den praktischen Einsatz, doch Tempo und Reichweite hängen von Skalierung und Kosten ab. Der Aufbau mit verschränkten Qubits ist aufwändiger als ein Software-Generator. Daraus folgt ein gestufter Einsatzplan: Erst sichern wir die Kronjuwelen – Root-Keys, hochkritische Authentifizierung, behördliche oder finanzielle Prozesse. Später kann man weitere Systeme anbinden, wenn Technologie und Kosten reifen.

    Wie aus Messungen verlässliche Bits werden

    Das Herzstück der Garantie besteht aus zwei Komponenten: Verschränkung und Extraktion. Der verschränkte Zustand zwingt die Natur selbst, sich bei jeder Messung „neu zu entscheiden“. Es gibt keine verborgene Tabelle mit Ergebnissen, die man nur finden müsste. Das belegen jahrzehntelange Bell-Tests, die klassische Erklärungen ausschließen. Der Zweiquellen-Extractor übersetzt diese rohe Unvorhersagbarkeit in einen gereinigten Bitstrom. Das senkt Korrelationen, glättet Unsauberkeiten und liefert die Qualität, die Kryptosysteme brauchen.

    Warum Garantie hier mehr als Marketing ist

    Viele Sicherheitsversprechen hängen an Vertrauen. „Dieses Modul ist sicher.“ „Diese Rauschquelle ist unkontrollierbar.“ Die Zürcher Arbeit verschiebt die Beweislast. Statt „Glaube uns“ heißt es: „Schau auf die Physik.“ Die Zertifizierung entsteht aus Naturgesetzen und dem Aufbau des Experiments. Das ergibt einen echten Mehrwert überall dort, wo eine kompromittierte Entropie das ganze System schwächt.

    Quantum Advantage: Eine Lücke, die Klassiker nicht schließen

    Das Team stellt den Ansatz als Form von Quantum Advantage dar. Gemeint ist hier nicht reine Geschwindigkeit, sondern eine Klasse von Garantien, die klassischen Maschinen verwehrt bleibt. Eine deterministische Maschine kann keine perfekte Unvorhersagbarkeit erzeugen, ohne externe Hilfe. Ein quantenmechanisches System kann genau das: Es produziert Ereignisse, die prinzipiell nicht vollständig vorhersehbar sind. Darum sind physikalisch zertifizierte Zufallszahlen ein starkes Fundament für Systeme, die heute noch auf Pseudozufall oder schwer zu überprüfendes Rauschen setzen.

    Konsequenzen für Risiko, Compliance und Design

    Was ändert sich für Teams in Architektur, Compliance und Betrieb?
  • Risikomodelle: Zufall als Ressource wird neu bewertet. Manche Restunsicherheiten sind nicht mehr „Restrisiken“, sondern konstruktive Bausteine.
  • Audits: Nachweise können auf physikalische Zertifikate verweisen, nicht nur auf Prozess- oder Gerätevertrauen.
  • Design-Prinzipien: Kritische Komponenten beziehen Entropie aus einer Quelle, die nicht vom Lieferanten, sondern von Naturgesetzen abgesichert ist.
  • Diese Perspektive reduziert Angriffsflächen. Wer Entropie knackt, knackt oft alles. Damit lohnt sich jeder Schritt, der diese Basis stärkt.

    Grenzen und Realismus

    Das Experiment zeigt, was möglich ist. Es behauptet nicht, dass alle klassischen Generatoren sofort ausgedient haben. In vielen Anwendungen genügen etablierte Verfahren. Doch wo die Stakes hoch sind, setzt sich Qualität durch. Das gilt für Bankenschlüssel, Cloud-Trust-Anker und staatliche Token ebenso wie für faires Gaming. Die Veröffentlichung in Nature und die Anbindung an Bell-Tests verleihen der Aussage Gewicht: Unvorhersagbarkeit ist kein Messfehler. Sie ist Bestandteil der Realität – und wir können sie nutzen. Der größte Gewinn liegt also nicht nur in stärkeren Zahlen, sondern in einem klaren Sicherheitsversprechen: Aus der Struktur des Experiments folgt die Garantie. Das verschiebt Diskussionen vom „Wem vertrauen wir?“ hin zu „Welche physikalische Eigenschaft garantiert unser Ziel?“. Für Entwicklerinnen, CISOs und Architekten ist das eine greifbare Leitlinie. Die nächsten Schritte sind pragmatisch. Man wählt die kritischsten Prozesse, integriert dort die neue Entropiequelle, misst die Effekte und wächst dann kontrolliert weiter. So verankert man die Technik dort, wo sie den größten Hebel hat, und bewahrt zugleich die Betriebssicherheit. Am Ende bleibt ein einfaches Bild: Zwei verschränkte Qubits tauschen Mikrowellenimpulse über 30 Meter aus. Aus ihren Messungen entsteht ein Bitstrom, den niemand vorhersagen kann. Ein Zweiquellen-Extractor macht daraus robusten Zufall. Diese physikalisch zertifizierte Grundlage ist das, was vielen Sicherheitsarchitekturen noch fehlt. Wer heute die Weichen stellt, baut auf ein Fundament, das nicht altert: Naturgesetze. Genau darin liegt der Reiz physikalisch zertifizierter Zufallszahlen. Sie geben Kryptoschlüsseln, Boot-Ketten, Authentifizierungen und Ziehungen eine Absicherung, die über Gerätegenerationen und Algorithmenwechsel hinweg trägt. So schützt die IT nicht nur besser – sie wird ehrlicher über das, was sie garantieren kann.

    (Source: https://news.bitcoin.com/new-findings-reveal-a-groundbreaking-creation-that-redefines-our-understanding-of-chance-49201/)

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    FAQ

    Q: Was sind physikalisch zertifizierte Zufallszahlen und worin unterscheiden sie sich von klassischen Zufallsquellen? A: Solche Systeme erzeugen physikalisch zertifizierte Zufallszahlen, also Bitströme, deren Unvorhersagbarkeit durch Quantenphysik und die Struktur des Experiments garantiert wird und nicht durch Annahmen über Hardware oder Algorithmen. Im Gegensatz zu Pseudozufall oder rauschbasierten Generatoren stützen sich diese Zahlen auf verschränkte Qubits und experimentelle Prüfungen wie Bell‑Tests, sodass die Ausgabe nachweisbar nicht vorhersagbar ist. Q: Wie erzeugte das ETH Zurich‑Team physikalisch zertifizierte Zufallszahlen in ihrem Experiment? A: Das Team um Renato Renner verschränkte zwei Qubits, die über einen etwa 30 Meter langen Tunnel mit Mikrowellenphotonen verbunden waren, und nahm getrennte Messungen vor. Die Rohdaten wurden anschließend mit einem Zweiquellen‑Extractor verarbeitet, um daraus physikalisch zertifizierte Zufallszahlen in Form eines robusten Bitstroms zu gewinnen. Q: Welche Rolle spielen Bell‑Tests bei der Zertifizierung physikalisch zertifizierter Zufallszahlen? A: Bell‑Tests helfen, klassische versteckte Variablen auszuschließen und zeigen, dass Messergebnisse prinzipiell unvorhersagbar sind statt nur auf Messfehlern zu beruhen. Diese experimentelle Grundlage stützt die Aussage, dass physikalisch zertifizierte Zufallszahlen durch die Quantenmechanik abgesichert sind und nicht vom Vertrauen in Geräte abhängen. Q: Für welche praktischen Anwendungen eignen sich physikalisch zertifizierte Zufallszahlen besonders? A: Insbesondere in der Kryptografie sind physikalisch zertifizierte Zufallszahlen nützlich für Schlüsselerzeugung, Secure Boot, HSM‑Feeding sowie für Einmalcodes und Authentifizierungsprozesse. Auch Gaming, Lotterien und Bereiche wie Banken oder Cloud‑Anbieter profitieren, weil Ziehungen und Schlüssel nicht mehr auf Algorithmen oder potenziell manipulierbare Rauschquellen angewiesen sind. Q: Welche praktischen Grenzen und Herausforderungen nennt die Studie für physikalisch zertifizierte Zufallszahlen? A: Das Experiment zur Erzeugung physikalisch zertifizierter Zufallszahlen ist aufwändiger und in der Regel langsamer sowie teurer als klassische Generatoren, sodass Skalierung und Kosten die Einführung bestimmen werden. Deshalb empfehlen die Forschenden einen gestuften Einsatz: physikalisch zertifizierte Zufallszahlen sollten zuerst in besonders kritischen Prozessen wie Root‑Keys und hochsicherer Authentifizierung eingesetzt werden, bevor man weiter skaliert. Q: Wie macht ein Zweiquellen‑Extractor rohe Messdaten zu verlässlichen Zufallsbits? A: Ein Zweiquellen‑Extractor zieht aus zwei schwach zufälligen Strömen einen gereinigten, stark zufälligen Ausgang, der Korrelationen reduziert und Unsauberkeiten glättet. In Kombination mit Verschränkung liefern diese Schritte physikalisch zertifizierte Zufallszahlen, die für kryptografische Anwendungen geeignet und nachweisbar robust sind. Q: Was ist mit dem Begriff „perfekter Würfel“ gemeint und wie hängt er mit physikalisch zertifizierten Zufallszahlen zusammen? A: Der „perfekte Würfel“ bezeichnet ein System, das Bits ausgibt, die niemand vorhersagen kann – nicht einmal seine Entwickler – weil die Ergebnisse auf quantenmechanischer Verschränkung beruhen. Dieses Konzept beschreibt genau das, was physikalisch zertifizierte Zufallszahlen ausmacht, wie das ETH‑Experiment demonstriert hat. Q: Welche Änderungen sollten Risiko‑ und Compliance‑Teams vornehmen, wenn sie physikalisch zertifizierte Zufallszahlen einführen? A: Risiko‑ und Compliance‑Teams sollten Zufall als überprüfbare Ressource neu bewerten und Audit‑Nachweise auf physikalische Zertifikate und experimentelle Strukturen stützen statt nur auf Prozess‑ oder Gerätevertrauen. Praktisch heißt das, physikalisch zertifizierte Zufallszahlen zuerst in kritische Komponenten einzubinden, die Effekte zu messen und dann kontrolliert zu skalieren.

    * Die auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen stammen ausschließlich aus meinen persönlichen Erfahrungen, Recherchen und technischen Erkenntnissen. Diese Inhalte sind nicht als Anlageberatung oder Empfehlung zu verstehen. Jede Investitionsentscheidung muss auf der Grundlage einer eigenen, unabhängigen Prüfung getroffen werden.

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