Krypto
26 Nov. 2025
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Binance wegen Terrorfinanzierung verklagt Gefahr für Kunden? *
Binance wegen Terrorfinanzierung verklagt, wir ordnen Belege, Widerspruch und Folgen für Nutzer ein.
Binance wegen Terrorfinanzierung verklagt: Die zentralen Vorwürfe
Die umfangreiche, knapp 300-seitige Klageschrift führt aus, dass die Plattform über Jahre Zahlungen im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar an oder von Wallets und Konten zugelassen habe, die laut Klägern von ausländischen Terrororganisationen kontrolliert wurden. Die Anwaltskanzleien Willkie Farr & Gallagher LLP, Osen LLC, Stein Mitchell Beato & Missner LLP und Motley Rice LLP vertreten die Familien. Die wichtigsten Punkte:Die benannten Organisationen
Die Klage listet vier Organisationen auf, die die Kläger als Empfänger oder Kontrollinstanzen der fraglichen Gelder benennen:Rolle von Changpeng Zhao und Führungskräften
Die Kläger führen an, Zhao bleibe Mehrheitseigner von Binance. Zusätzlich wird Führungskraft Gunagying “Heina” Chen beklagt. In diesem Kontext zitiert die Klageschrift Aussagen aus früheren Ermittlungen: Der damalige Compliance-Chef Samuel Lim habe 2020 bei Hinweisen auf kriminelle Transaktionen geschrieben: “Like come on. They are here for crime.” Ein “Money Laundering Reporting Officer” bei Binance wird mit “we see the bad, but we close 2 eyes” wiedergegeben. Zur rechtlichen Vorgeschichte gehört, dass Binance 2023 in US-Verfahren wegen Geldwäsche-Verstößen mehr als 4 Milliarden Dollar zahlte und Zhao zu vier Monaten Haft verurteilt wurde. Im Oktober 2025 begnadigte Präsident Trump Zhao. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, sagte, Zhao sei von der Biden-Regierung in deren “Krieg gegen Kryptowährung” verfolgt worden; dieser sei jetzt “vorbei”. Trump erklärte, er kenne Zhao nicht, es habe jedoch viel Unterstützung für die Begnadigung gegeben.Beispiele und Zitate aus der Klageschrift
Die Klageschrift verknüpft konkrete Personen, Orte und Ereignisse:Benannte Konten und Fotoverweise
Illegale Goldschmuggel-Netzwerke
Die Kläger beschreiben ein Netzwerk, das “illicit gold smuggling” mit Krypto-Transfers verbindet. Demnach seien Gelder für die Hisbollah über Kontakte nach Venezuela und Brasilien geflossen. Eine 26-jährige Venezolanerin in Roraima, Brasilien, habe als Front agiert und über ein einzelnes Konto mindestens 40 Millionen Dollar bewegt.Anwaltliche Aussagen
Jonathan Missner (Stein Mitchell Beato & Missner LLP) sagt: Binance habe Systeme geschaffen, “um Aufsicht zu umgehen”, unter anderem über ein Off-Chain-Netzwerk und schwache Kontrollen, wodurch “enorme Summen” für sanktionierte Gruppen verschoben wurden. Lee Wolosky (Willkie Farr & Gallagher LLP) betont, die Vorwürfe machten “klar, dass Binance Haftung für die Angriffe vom 7. Oktober” trage. Die Kläger verlangen Schadensersatz “in Höhe, die im Prozess festzulegen ist”, sowie dreifachen Schadensersatz nach dem US-Gesetz für Terroropfer (18 U.S.C. § 2333).Reaktionen von Binance und politische Dimension
Ein Binance-Sprecher erklärte gegenüber der New York Post, man könne laufende Verfahren nicht kommentieren. Binance halte sich als globale Börse “vollständig an international anerkannte Sanktionsgesetze, im Einklang mit anderen Finanzinstituten”. Zudem verwies der Sprecher auf Aussagen der Chefs von FinCEN und OFAC, wonach Kryptowährungen “nicht weit verbreitet von Hamas-Terroristen genutzt” würden. Wichtig sei Binance “vor allem” ein “dauerhafter Frieden in der Region”. Die politische Dimension zeigt sich in der Begnadigung von Changpeng Zhao. Trump sagte, er kenne Zhao nicht und habe die Begnadigung “auf Bitte vieler sehr guter Leute” gewährt; man habe ihm gesagt, “dass das, was er getan hat, nicht einmal eine Straftat” sei. Das Weiße Haus erklärte, mit der Begnadigung sei der “Krieg gegen Kryptowährung” beendet. Diese Aussagen stehen neben den zitierten internen Nachrichten aus früheren Ermittlungen, die die Kläger als Beleg für mangelnde Compliance werten.Zeitleiste und Kontext
Warum “Binance wegen Terrorfinanzierung verklagt” für Aufmerksamkeit sorgt
Die Klage verbindet mehrere Ebenen: konkrete Konten und Transaktionsmuster, bekannte Terrororganisationen, internationale Schmuggelnetzwerke und einen direkten US-Bezug über IP-Adressen, darunter Kindred, North Dakota. Gleichzeitig verweist sie auf frühere US-Ermittlungen und interne Nachrichten, die die Kläger als Indizien für bewusste Regelverstöße werten. Die Gegenseite bestreitet nicht nur, gegen Sanktionsrecht zu verstoßen, sondern betont auch, dass Kryptowährungen laut FinCEN und OFAC nicht in großem Umfang von Hamas genutzt würden. Im Verfahren Binance wegen Terrorfinanzierung verklagt stellen die Anwälte der Familien den Vorwurf in den Mittelpunkt, die Plattform habe “wissentlich, willentlich und systematisch” geholfen, Gelder zu transferieren und zu verschleiern. Dazu zählen laut Klage Transaktionen über Off-Chain-Strukturen, Konten von Personen mit Nähe zu Hisbollah und PIJ und die Verknüpfung von Krypto-Transfers mit Schmuggel in Lateinamerika. Ob diese Vorwürfe vor Gericht tragen, bleibt offen; die Klage verlangt Entschädigungen und dreifache Schadenssummen für die Opfer.Was Leser aus dem aktuellen Stand mitnehmen können
Einordnung der Argumente – was belegt ist, was strittig bleibt
Die Klage fußt auf Dokumentation, Fotos, Transaktionsmustern und früheren Ermittlungszitaten. Sie beschreibt die Struktur von Transfers, benennt Personen und knüpft Verbindungen zu sanktionierten Organisationen sowie zu mutmaßlichen Goldschmuggelnetzwerken zwischen Venezuela und Brasilien. “Wir sehen das Schlechte, aber wir schließen zwei Augen” – dieser von den Klägern zitierte Satz aus internen Nachrichten soll die Haltung innerhalb von Binance illustrieren. Binance widerspricht dem Gesamtbild, betont die Einhaltung von Sanktionsrecht und verweist auf die Einschätzung, dass Kryptowährungen nach Auskunft von FinCEN und OFAC nicht weit verbreitet von Hamas genutzt würden. Wenn Gerichte in den USA den Vorwurf Binance wegen Terrorfinanzierung verklagt prüfen, werden sie die Belege aus der Klageschrift, die Einlassungen der Beklagten und die rechtlichen Maßstäbe des US-Terroropferrechts gegeneinander abwägen. Der US-Bezug über IP-Adressen aus Kindred, North Dakota, könnte für die Zuständigkeit eine Rolle spielen. Die Klägerseite fordert neben unbezifferten Schadensersatzsummen auch eine Verdreifachung der Beträge nach 18 U.S.C. § 2333.Stimmen aus der Klage
Politik, Begnadigung und öffentliche Wahrnehmung
Der Fall berührt auch Politik und öffentliche Meinung. Die Begnadigung von Changpeng Zhao im Oktober 2025 durch Präsident Trump hat die Debatte verschärft. Karoline Leavitt, Pressesprecherin des Weißen Hauses, erklärte, die Strafverfolgung gegen Zhao sei Teil eines “Kriegs gegen Kryptowährung” durch die Biden-Regierung gewesen und nun “vorbei”. Trump sagte, er kenne Zhao nicht, habe aber “auf Bitte vieler sehr guter Leute” gehandelt; man habe ihm gesagt, Zhao habe nichts Strafbares getan. Auch diese Aussagen werden in der öffentlichen Wahrnehmung neben die zitierten Nachrichten aus früheren Ermittlungen gestellt. Ob und wie diese Punkte vor Gericht Gewicht haben, wird das Verfahren zeigen. Für die Kläger sind sie Teil eines Musters; Binance verweist dagegen auf Compliance und darauf, dass Krypto aus Sicht von FinCEN und OFAC nicht in großem Maßstab von Hamas genutzt werde.Ausblick
Die Zivilklage wird die Frage klären müssen, ob die vorgelegten Beispiele, Fotos und Transaktionsmuster die schweren Vorwürfe tragen. Prozessual steht zudem im Raum, welche Zuständigkeiten greifen und wie hoch mögliche Schadenssummen ausfallen könnten. Klar ist: Die Kläger wollen Transparenz und Verantwortung. Binance betont, man halte sich an Sanktionsvorgaben und könne laufende Verfahren nicht kommentieren. Auch politisch hat Binance wegen Terrorfinanzierung verklagt Brisanz, nachdem die Begnadigung von Zhao die Diskussion zusätzlich aufgeladen hat. Für Leser bleibt entscheidend, die Trennlinie zwischen Vorwurf und gerichtlicher Feststellung im Blick zu behalten: Die Klage erhebt Ansprüche, doch erst ein Urteil entscheidet über Schuld und Höhe eines möglichen Schadensersatzes. Am Ende zeigt dieser Fall, wie stark Technologie, Regulierung, Geopolitik und Rechtsprechung miteinander verwoben sind. Für die betroffenen Familien steht die Suche nach Gerechtigkeit im Vordergrund. Für das Unternehmen geht es um den Nachweis, dass die Vorwürfe nicht zutreffen und dass man Regeln beachtet. Bis ein Gericht entscheidet, bleibt Binance wegen Terrorfinanzierung verklagt eine offene, aber zentrale Streitfrage.For more news: Click Here
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