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09 Juli 2026

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Kraken Mazars Schiedsverfahren: Wie es Krypto schützt *

Kraken Mazars Schiedsverfahren beweist, dass klare Regeln Rechtsklarheit schaffen und Krypto schützen.

Das Kraken Mazars Schiedsverfahren endete mit einem Schiedsspruch über 22 Millionen US‑Dollar zugunsten von Payward, der Muttergesellschaft von Kraken. Der Fall zeigt, wie der Rückzug eines Wirtschaftsprüfers Druck auf legale Krypto-Unternehmen ausübt – und warum klare, dauerhafte Regeln wie der CLARITY Act jetzt nötig sind. Ein Schiedsgericht hat Payward, der Muttergesellschaft von Kraken, 22 Millionen US‑Dollar zugesprochen. Hintergrund ist der überraschende Rückzug von Mazars USA aus der fast abgeschlossenen 2022er Prüfung von Kraken. Payward beantragte daraufhin beim Delaware Court of Chancery die Eintragung eines Endurteils. Die Episode ist mehr als ein Einzelfall. Sie steht für Jahre informellen Drucks auf Banken, Prüfer und Dienstleister, die mit Krypto arbeiten. Und sie erklärt, warum die Branche klare Regeln statt stiller Blockaden braucht.

Was passiert ist – das Kraken Mazars Schiedsverfahren im Überblick

Mazars hatte Kragens Abschlüsse drei Jahre lang geprüft. Zwei Jahre gab es ein uneingeschränktes Testat. Die dritte Prüfung war fast fertig. Im Dezember 2023, kurz vor Abschluss, trat Mazars zurück. Schriftlich bestätigte Mazars dabei nach Angaben von Kraken: keine fachliche Meinungsverschiedenheit, keine Zweifel an der Integrität, kein Betrug. Ein fast fertiges Audit brach ab – ohne Befund gegen das Unternehmen. Ein Audit ist für eine Kryptobörse kein Bonus, sondern Grundvoraussetzung. Banken, Lizenzen, Gegenparteien und Aufseher verlassen sich darauf. Wer plötzlich ohne Prüfer dasteht, trägt einen Schatten, den er nicht verursacht hat – und zahlt viel Zeit und Geld, um ihn zu beseitigen. Mazars verwies auf rechtliche Unsicherheit, unter anderem wegen einer wenige Wochen zuvor erhobenen SEC-Klage gegen Kraken. Solche Entwicklungen lassen sich in der Regel durch Offenlegung handhaben. Ein Rücktritt mitten im Prozess ist unüblich. Die SEC-Klage wurde später mit Präjudiz abgewiesen – ohne Strafen, ohne Schuldeingeständnis, ohne Änderungen am Geschäft. Für Kraken ist klar: Mazars stand unter Druck. Bereits im Dezember 2022 stoppte Mazars Group öffentlich ihre Proof-of-Reserves-Leistungen für die gesamte Krypto-Branche und entfernte Berichte von der Website. Nicht einzelne schlechte Mandate waren das Problem, sondern die politische Kostenlage. Wichtig: Kraken erhielt danach jedes Jahr ein sauberes Audit von anderen Prüfern. Das Kraken Mazars Schiedsverfahren zeigt damit vor allem das Risiko informeller Einflussnahme.

Die Druckmaschine gegen Krypto

Arjun Sethi beschreibt ein Muster koordinierter Signale gegen eine missliebige Branche. Ein Blick auf die Chronik:
  • Am 3. Januar 2023 warnten Federal Reserve, FDIC und OCC in einer gemeinsamen Erklärung generell vor Krypto-Geschäftsmodellen in Banken.
  • Die FDIC verschickte laut gerichtlich erzwungener FOIA-Veröffentlichungen mindestens 25 Schreiben an 24 Banken mit der Aufforderung, Krypto-Aktivitäten zu pausieren oder nicht auszuweiten. In einer eigenen Mitteilung räumte die FDIC später ein, dass Anträge zur Bedienung der Branche „nahezu ausnahmslos“ auf Widerstand stießen.
  • Die SEC-Rechnungslegungsvorgabe SAB 121 verlangte, dass börsennotierte Verwahrer Krypto-Bestände auf die eigene Bilanz nehmen – wirtschaftlich kaum tragbar für Banken.
  • Die Federal Reserve verweigerte dem voll reservierten Digital-Asset-Bankmodell Custodia den Zugang zum Zahlungssystem.
  • Innerhalb von neun Tagen im März 2023 verschwanden Silvergates SEN und Signatures Signet, zwei zentrale Abwicklungsnetze der Branche. Barney Frank, Aufsichtsrat bei Signature, sagte, die Behörden hätten damit ein Signal gegen Krypto senden wollen.
Vieles davon wurde inzwischen zurückgenommen:
  • SAB 121 wurde aufgehoben.
  • Die gemeinsame Warn-Erklärung der Bankenaufseher wurde zurückgezogen.
  • Der Kongress hielt Anhörungen ab; ein Abschlussbericht des House-Ausschusses stellte fest, dass Behörden mit vagen Regeln und informellem Druck Banken von legalen Digital-Asset-Firmen fernhielten.
  • Ein Executive Order untersagt „Debanking“ aus reinen Reputationsgründen; die Federal Reserve schlug vor, dies dauerhaft zu kodifizieren.
Das Kraken Mazars Schiedsverfahren ist damit ein Baustein in einer größeren Korrektur: Weg vom Druck, hin zu Rechtssicherheit.

Menschen zahlen den Preis

Unternehmen haben Anwälte. Menschen nicht. Sethi berichtet, dass er selbst bei SVB und First Republic „debanked“ wurde – ebenso seine Firmen und Fonds. Oft gab es nur die Aufforderung zu gehen, ohne Anhörung oder Begründung. Viele in der Branche erlebten dasselbe, obwohl sie nichts falsch gemacht hatten. Beide Banken kollabierten später. Nicht wegen Krypto, sondern wegen eigener Governance-Fehler. Gleichzeitig unterzog die SEC Tribe Capital bei der Registrierung als Investment Adviser einer umfassenden Prüfung. Das Team lieferte jede Krypto-Transaktion und jedes Dokument, auch zu Kraken. Es gab nichts zu finden – doch Zeit, Kosten und das stille Stigma blieben. Die Signale trafen Entwickler, die Projekte schlossen, Gründer, die auswichen, und Mitarbeiter, die kein Konto bekamen.

Jesse Powell: Aufbau, Gegenwind, Übergabe

Kraken entstand, weil Jesse Powell seit 2011 mit Fokus auf Sicherheit und finanzielle Freiheit baute. Er plante schon länger den Übergang aus der CEO-Rolle. Dann traf ihn der Konflikt persönlich: Im März 2023 durchsuchten Bundesbeamte sein Zuhause und beschlagnahmten Geräte – wegen eines Streits mit einer Non-Profit, ohne Bezug zu Kraken oder Krypto. Zwei Jahre später endete die Untersuchung ohne Anklage; die Geräte wurden zurückgegeben. Powell führte Kraken durch die schwierigste Phase, gab dann an Dave Ripley ab und betraute später Arjun Sethi mit der Co-Führung. Für Sethi ist klar: Dieser Sieg gilt auch Powell. Das unterstreicht, warum das Kraken Mazars Schiedsverfahren Signalwirkung weit über juristische Details hinaus hat.

Warum klare Regeln jetzt überfällig sind

Das Repräsentantenhaus verabschiedete den CLARITY Act im Juli mit 294 zu 134 Stimmen, darunter 78 Demokraten. Der Senatsbankenausschuss brachte ihn im Mai voran. Bereits zuvor zeigte Stablecoin-Gesetzgebung, dass der Kongress bei Digital Assets handlungsfähig ist. Es geht um ein belastbares Marktgefüge:
  • klare Zuständigkeiten der Aufseher,
  • reale Registrierungswege für Dienstleister,
  • Schutz für Entwickler von Open-Source-Code.
Entwickler sollten nicht erst ein Heer von Anwälten brauchen, um zu verstehen, ob ihr Code legal ist. Der Rest der Welt handelt. Die EU verabschiedete 2022 MiCA für 30 Länder. Kraken erhielt vor einem Jahr die Erlaubnis der Central Bank of Ireland. Seit diesem Monat gilt dort: keine Lizenz, keine EU-Kunden. So sieht Klarheit aus: echte Regeln, wirklich durchgesetzt, auf deren Basis seriöse Unternehmen bauen können. Viele G20-Staaten haben längst Grundsatzregeln; die USA liegen zurück. Die Antwort auf Krypto sind Regeln, nicht Druck.

Was das für Nutzer bedeutet

Sethi beschreibt das Ziel so: Geld ist das wichtigste Netzwerk der Menschen, und für Milliarden funktioniert es schlecht. Krypto verschiebt Macht zurück zu den Nutzern. Selbstverwahrung statt Fremdbestimmung. Transaktionen nach eigener Wahl. Keine stille Vetomacht von Institutionen. Daraus folgt auch ein Kundengrundsatz: Niemand muss Kraken nutzen. Kunden entscheiden jeden Tag neu – und können jeden Tag gehen. Das zwingt zu gutem Service statt zu Zwangsbindung. Kragens Mission bleibt, die weltweite Krypto-Adoption zu beschleunigen, damit jeder echte finanzielle Freiheit und Inklusion erreicht.

Was wir aus diesem Fall lernen

Das Kraken Mazars Schiedsverfahren ist kein Triumph wegen 22 Millionen US‑Dollar. Es ist ein Präzedenzfall: Der Rückzug von Partnern aus politischer Bequemlichkeit ist nicht folgenlos. Institutionen sehen, dass Wegschauen nicht gratis ist. Entscheidend bleibt aber: Gründer, Entwickler und Kunden sollten nie erst ein Schiedsgericht gewinnen müssen, um einen Prüfer, ein Bankkonto oder die Grundinfrastruktur für ihr Geschäft zu erhalten. Damit das gilt, braucht es jetzt Taten. Der CLARITY Act ist der nächste Schritt – und das klare Signal, dass Rechtssicherheit in den USA Vorrang vor informellem Druck hat. So schützt dieses Urteil nicht nur ein Unternehmen, sondern stärkt das offene Finanz-Ökosystem, das Krypto verspricht – und das das Kraken Mazars Schiedsverfahren eindrücklich verteidigt.

(Source: https://blog.kraken.com/news/industry-news/setting-the-record-straight-mazars-arbitration)

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FAQ

Q: Was war das Ergebnis des Kraken Mazars Schiedsverfahrens? A: Das Kraken Mazars Schiedsverfahren endete mit einem Schiedsspruch über 22 Millionen US‑Dollar zugunsten von Payward. Payward hat daraufhin beim Delaware Court of Chancery die Eintragung eines Endurteils beantragt. Q: Warum zog Mazars sich aus der Prüfung von Kraken zurück? A: Mazars nannte rechtliche Unsicherheit, unter anderem wegen einer kurz zuvor erhobenen SEC‑Klage, als Begründung für den Rückzug. Gleichzeitig bestätigte Mazars schriftlich laut Artikel, dass es keine fachliche Meinungsverschiedenheit, keine Zweifel an der Integrität und keinen Betrug gab, wie das Kraken Mazars Schiedsverfahren dokumentiert. Q: Welche Folgen hatte der Rückzug des Wirtschaftsprüfers für Kraken und die Branche? A: Ein Audit ist für eine Kryptobörse keine Gefälligkeit, sondern eine Grundvoraussetzung für Bankbeziehungen, Lizenzen und Gegenparteien. Durch den Rückzug entstand ein belastender Schatten, und Kraken musste Jahre und Millionen an Rechtskosten aufwenden, um den Schaden zu beheben, wie das Kraken Mazars Schiedsverfahren zeigt. Q: Belegt das Verfahren, dass Mazars unter externem Druck stand? A: Im Artikel argumentiert Arjun Sethi, dass Mazars unter Druck stand und deshalb aus dem Krypto‑Geschäft zurückgetreten sei. Als Indiz wird etwa genannt, dass Mazars Group im Dezember 2022 Proof‑of‑Reserves‑Arbeiten für die Branche einstellte, wie im Zusammenhang mit dem Kraken Mazars Schiedsverfahren ausgeführt wird. Q: Welche Maßnahmen der Aufsicht werden im Artikel als Teil des Drucks genannt? A: Der Artikel nennt die gemeinsame Warnung von Federal Reserve, FDIC und OCC, die von der FDIC versandten Schreiben an Banken, die Vorgabe SAB 121 sowie das Verschwinden zentraler Abwicklungsnetze wie Silvergate SEN und Signature Signet. Diese Maßnahmen werden im Kontext des Kraken Mazars Schiedsverfahrens als Beispiele für informellen Druck auf legale Digital‑Asset‑Firmen angeführt. Q: Welche Korrekturen folgten auf diese Druckmaßnahmen? A: Viele der genannten Maßnahmen wurden inzwischen zurückgenommen: SAB 121 wurde aufgehoben und die gemeinsame Warnung zurückgezogen, zudem fand der Kongress Anhörungen und ein Ausschussbericht stellte informellen Druck fest. Ein Executive Order untersagt Debanking aus reinen Reputationsgründen, und die Federal Reserve schlug vor, dies dauerhaft zu kodifizieren, wie im Kontext des Kraken Mazars Schiedsverfahrens beschrieben. Q: Was fordert Kraken als Gesetzeslösung nach dem Urteil? A: Kraken fordert den Kongress auf, den CLARITY Act zu verabschieden und dauerhafte Marktstrukturregeln mit klarer Zuständigkeit, Registrierungswegen und Schutz für Entwickler zu schaffen. Das Kraken Mazars Schiedsverfahren wird dabei als Argument angeführt, warum Regeln statt informellem Druck nötig sind. Q: Welche Bedeutung hat das Urteil für Nutzer und die Mission von Kraken? A: Für Nutzer unterstreicht das Urteil laut Artikel die Relevanz von Selbstverwahrung, offenen Märkten und dem Schutz vor stiller Vetomacht durch Institutionen. Das Kraken Mazars Schiedsverfahren wird so als Stärkung der Mission von Kraken verstanden, weltweite finanzielle Freiheit und Inklusion voranzubringen.

* Die auf dieser Webseite bereitgestellten Informationen stammen ausschließlich aus meinen persönlichen Erfahrungen, Recherchen und technischen Erkenntnissen. Diese Inhalte sind nicht als Anlageberatung oder Empfehlung zu verstehen. Jede Investitionsentscheidung muss auf der Grundlage einer eigenen, unabhängigen Prüfung getroffen werden.

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